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Paclitaxel aus Fermentern

19.08.2002
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Paclitaxel aus Fermentern

PZ Das Zytostatikum Paclitaxel (Taxol®) kann ab sofort auch biotechnologisch aus Pflanzenzellkulturen hergestellt werden. Qualität, Reinheit und Stabilität des Produktes blieben unverändert, meldet das Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb.

Bislang produzierte man den Wirkstoff semisynthetisch durch chemische Modifikation einer aus Extrakten der europäischen Eibe gewonnenen Paclitaxel-Vorstufe. Dank Biotechnologie können die natürlichen Ressourcen nun geschont werden.

Beim dem Verfahren werden isolierte Eibenzellen auf Nährmedien in Fermentern kultiviert. Unter den dabei gewählten Bedingungen produzieren die Zellen Paclitaxel. Nach Aufreinigung des Zytostatikums aus der Biomasse wird der Wirkstoff in die entsprechende Formulierung gebracht. Die biotechnologische Herstellung erfolgt im schleswig-holsteinischen Ahrensburg.

Paclitaxel ist in Deutschland für die Therapie des Mamma-, Ovarial- und Bronchialkarzinoms zugelassen. 1991 übertrug das National Cancer Institute (NCI) Bristol-Myers Squibb die weitere Entwicklung von Paclitaxel bis zur Marktreife. Das Unternehmen verpflichtete sich, das therapeutische Potenzial zu untersuchen sowie alternative Herstellungsverfahren zu etablieren. Top

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