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Enzymhemmer stoppt Durchfall

Racecadotril (Tiorfan®) stoppt bei Kindern mit Durchfall den gefährlichen Flüssigkeitsverlust und lindert Symptome wie Bauchschmerzen. Dies zeigte eine Anwendungsbeobachtung mit 1450 Kindern aus insgesamt 500 Kinderarztpraxen. Kinder bis drei Jahre erhielten 10 mg Racecadotril; ältere Kinder 30 mg. Die meisten Kinder (83 Prozent) schluckten das Medikament dreimal täglich. Racecadotril hemmt den Abbau der körpereigenen Enkephaline in der Darmwand, wodurch die übermäßige Wasser- und Elektrolytausscheidung gemindert wird. Nach durchschnittlich 48 Stunden sei der Stuhl wieder fest oder geformt, so das Unternehmen Trommsdorff. PZ


Neue Hürde für Arzneimittel

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) plant den Nutzen von Arzneimitteln, die kurz vor der Markteinführung stehen, durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG) untersuchen zu lassen. Konkret geht es dabei um inhalative Insuline, für die der GBA dem IQWiG einen Eil-Auftrag erteilt hat. Mit einer frühzeitigen Nutzenbewertung will der GBA verhindern, dass teure Innovationen, deren therapeutischer Zusatznutzen noch nicht belegt ist, in großem Umfang verordnet und von den Kassen bezahlt werden. Hintergrund ist, dass das IQWiG für kurzwirksame Insulinanaloga bei Typ-2-Diabetikern im Vergleich zu Human-Insulin keine Belege für einen therapeutischen Zusatznutzen sieht. PZ


Anti-Katermittel im Test

Um die Wirksamkeit von Anti-Katermitteln zu untersuchen, werteten britische Forscher acht placebokontrollierte Doppelblindstudien aus (BMJ 331, 2005, 1515). In den Studien durften 340 Freiwillige 100 bis 140 g Alkohol trinken. Davor oder danach erhielten sie entweder γ-Linolensäure (1000 mg), einen Artischockenextrakt, ein Kakteenpräparat, ein Hefepräparat, Propanolol (160 mg), Tropisetron (5 mg), Glukose, Fruktose oder das in Deutschland nicht erhältliche NSAR Tolfenamin (200 mg). Typische Katersymptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen, trockener Mund und Tremor waren nur mit γ-Linolensäure, dem NSAR und dem Hefepräparat signifikant schwächer ausgeprägt als mit Placebo. PZ


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Beitrag erschienen in Ausgabe 09/2006

 

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