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Gewitter: Richtiges Verhalten bei Blitz und Donner

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Gewitter: Richtiges Verhalten bei Blitz und Donner
 


Schätzungen zufolge werden in Deutschland pro Jahr im Durchschnitt rund 130 Menschen von einem Blitz getroffen, meldet angesichts der aktuellen Unwetter die Krankenkasse Barmer. Bei einem Blitzschlag können im Bruchteil einer Sekunde bis zu 100 Millionen Volt und 30.000 Ampere auf den Menschen einwirken, heißt es in der Pressemitteilung. Die Folgen können schwere Verbrennungen, Herz-Rhythmus-Störungen oder neurologische Beschwerden wie Lähmungen und Sensibilitätsstörungen sein, unter denen manche Betroffene sogar ihr ganzes Leben leiden. Drei bis vier Menschen sterben hierzulande pro Jahr durch einen Blitzeinschlag. Ein direkter Blitzeinschlag ist oft tödlich, da es zu einem Herzstillstand kommt.

«Wer im Freien von einem Gewitter überrascht wird, sollte deshalb so schnell wie möglich Schutz suchen. Das können Unterführungen, Häuser, Autos oder in den Bergen auch Schutzhütten sein, aber auf keinen Fall Bäume», rät die Krankenkasse. Ist kein geeigneter Unterschlupf in der Nähe, rät Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer, sich zusammenzukauern: «Die beste Methode ist, in die Hocke zu gehen, die Knie aneinander zu drücken und die Arme darüber zu legen. So bietet man dem Blitz eine deutlich kleinere Angriffsfläche, als wenn man sich flach auf den Boden legen würde.» Außerdem sollte man keine metallischen Gegenstände wie Fahrräder berühren, da diese den Blitzschlag anziehen könnten.

Entgegen landläufiger Vorurteile ist es ungefährlich, vom Blitz Getroffene zu berühren, denn die elektrische Spannung entweicht aus dem Körper sofort wieder. Anwesende sollten den Notarzt rufen und entsprechend der Symptome wie Schock, Atemstillstand oder Verbrennungen Erste Hilfe leisten. Zudem sollte der Betroffene vor Unterkühlung geschützt werden. «Hat der Blitz in der Nähe des eigenen Standortes eingeschlagen und man verspürt einen Stromschlag, der Beschwerden wie Kribbeln, Herzrasen oder Lähmungserscheinungen verursacht, sollte man ebenfalls den Rettungsdienst verständigen», so Marschall. (dh)

10.08.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Tatyana

 

 

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