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Hilfstaxe: Zyto-Apotheker wollen komplette Kündigung

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Hilfstaxe: Zyto-Apotheker wollen komplette Kündigung
 


Die Zytostatika herstellenden Apotheker drängen weiterhin darauf, die Anlage 3 der sogenannten Hilfstaxe zu kündigen. Erst vor zwei Tagen hatte der Deutsche Apothekerverband (DAV) einen solchen Schritt getan, allerdings hatte er lediglich die Anlagen 1 und 2 vollständig gekündigt, die Anlage 3 aber nur in Teilen. In der Hilfstaxe regeln DAV und GKV-Spitzenverband die Preise für Rezepturen und die dafür nötigen Substanzen. Anlage 3 befasst sich mit der Abrechnung parenteraler Zubereitungen.

 

Der Vorstoß des DAV reicht dem Verband Zytostatika herstellender Apotheker (VZA) nicht. «Mindestens Wirkstoffkündigungen waren unerlässlich», teilte der VZA der Pharmazeutischen Zeitung heute auf Nachfrage mit. Eine Aufkündigung müsse aber die gesamte Anlage 3 betreffen. Der nächstmögliche Kündigungstermin mit Wirkung zum 30.September ist Mitte August. Der DAV hatte Wirkstoffe gekündigt, deren Preise «mehr als 10 Prozent» von den tatsächlichen Einkaufspreisen abweichen, wie es in einer Mitteilung hieß.

 

Wie viel die Substanzen für die Zytostatikaherstellung kosten und was die Kassen dafür zu erstatten bereit sind, ist ein Streitpunkt zwischen den Beteiligten – spätestens seit im Januar die Schiedsstelle Preisregelungen durchgesetzt hat, die alle Apotheker geschlossen als unrealistisch ablehnen. «Die im Schiedsspruch angenommenen Abschläge sind von den Apotheken in vielen Fällen nicht zu erzielen», hieß es dazu heute vom VZA. Die Apotheken erhofften sich von einer DAV-Datenabfrage bei den VZA-Mitgliedsapotheken valide Erkenntnisse über die tatsächliche Situation beim Substanzeinkauf. Zusätzlich sei eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft damit beauftragt worden, die Abgabepreise der Hersteller zu analysieren. (cd)

 

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12.07.2018 l PZ

Foto: Fotolia/SpaPartners

 

 

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