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Nach Brustkrebs: Lebensqualität wird besser, aber…

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Nach Brustkrebs: Lebensqualität wird besser, aber…
 


Die gute Nachricht zuerst: Fünf Jahre nach Brustkrebs haben die Frauen wieder weitgehend eine ähnlich gute Lebensqualität wie gleichaltrige gesunde Frauen. Aber: Sie leiden weiterhin signifikant stärker unter Schlafproblemen, kognitiven Beeinträchtigungen und Fatigue. Die Brustkrebsnachsorge sei daher gezielter an die Beschwerden der Betroffenen anzupassen, folgern Wissenschaftler um Dr. Martina Schmidt vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) aus ihrer Studie im Fachjournal «Quality of Life Research».

 

Mehr als 70.000 Frauen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Brustkrebs; mehr als 80 Prozent von ihnen überleben die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Für die Analyse untersuchte Schmidt nun verschiedene Aspekte der Lebensqualität im zeitlichen Verlauf nach der Krebsdiagnose und befragte 190 Frauen, die nach fünf Jahren erkrankungsfrei waren, nach Gesundheitsproblemen und Unterstützungsbedarf.

 

Eine Krebstherapie ist hoch belastend. Daher verwundert es kaum, dass die allgemeine Lebensqualität sowie physische, emotionale, soziale, kognitive Funktionen in dieser Zeit erheblich eingeschränkt sind. Auch litten die Patientinnen mehr unter chronischen Erschöpfungszuständen (Fatigue), Schlafstörungen und finanziellen Sorgen als die Allgemeinbevölkerung.

 

Nach fünf Jahren hatte sich dies weitgehend normalisiert – leider jedoch nicht in allen Bereichen. Nahezu vier von zehn Frauen berichteten noch über Schlaf- und 22 Prozent über Gedächtnisprobleme. Zudem litt ein Viertel an Fatigue – genau das Symptom, das die Lebensqualität am stärksten belastet. Weitere häufige Langzeitprobleme waren hormonell bedingte sexuelle Störungen wie vaginale Trockenheit und Reizungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Libidoverlust, ferner Hitzewallungen, Schmerzen, Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen sowie Polyneuropathie. Viele Frauen wünschten sich von ihren Ärzten mehr Beratung oder Therapieangebote.

 

«»Auch wenn die Patientinnen während der Behandlung unter deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität leiden, so klingen die belastenden Symptome doch langfristig bei der Mehrheit wieder ab», betont Karen Steindorf, Leiterin der Studie, in einer Pressemeldung des DKFZ. Dies gelte für Frauen, deren Tumor noch nicht gestreut hat. Jedoch sollte das längerfristige Management der Folgeprobleme deutlich verbessert werden. (bmg)

 

DOI: 10.1007/s11136-018-1866-8

 

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Krebsassoziierte Fatigue: Extreme Erschöpfung

 

Mehr zum Thema Krebs und Zytostatika

 

13.06.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Sebastian Kaulitzki

 

 

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