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WHO will Transfette aus Lebensmitteln verbannen

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WHO will Transfette aus Lebensmitteln verbannen
 


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Ziel, industriell gefertigte Transfette weltweit aus der Lebensmittelproduktion zu entfernen. Einen entsprechenden Plan mit dem Namen REPLACE stellte die Organisation am Montag vor. Dadurch könnten Leben gerettet werden, heißt es in einer Mitteilung der WHO. Ihr zufolge gingen geschätzte 500.000 kardiovaskuläre Todesfälle weltweit auf die Aufnahme von Transfetten zurück. Die Hauptquelle von diesen sind gehärtete Pflanzenfette wie Margarine oder Frittier- und Backfette. Enthalten sind sie dementsprechend auch in Fertigbackwaren wie Blätterteig oder Keksen, in Fertiggerichten und salzigen Snacks.

Der Plan enthält verschiedene Schritte: Zunächst sollten Regierungen sich eine Übersicht über Transfett-Quellen und benötigte Regulierungen verschaffen. Dann sollten sie den Ersatz von Transfetten durch gesündere Alternativen fördern, entsprechende Vorschriften einführen und den Gehalt von Transfetten in verarbeiteten Lebensmitteln prüfen. Zusätzlich sollten sie über die gesundheitlichen Risiken durch den Konsum von Transfetten aufklären.

Einige Industriestaaten wie Dänemark, Finnland oder der Schweiz konnten bereits durch Höchstgrenzen für Transfette in Lebensmitteln diese weitestgehend aus der Lebensmittelproduktion entfernen. Nun sollten auch finanziell schwächere Länder nachziehen. Deutschland setzt bislang auf das Freiwilligkeitsprinzip von Seiten der Industrie, einen Grenzwert gibt es nicht.

Die WHO hat die Eliminierung von Transfetten aus Lebensmitteln zu einem erklärten Hauptziel für die Jahre 2019 bis 2023 gemacht, heißt es in der Mitteilung. Ihrer Empfehlung nach sollten die Fettsäuren nicht mehr 1 Prozent der Gesamtenergieaufnahme ausmachen. Eine Ernährung mit hohem Transfettgehalt erhöhe das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 21 Prozent und die kardiovaskuläre Mortalität um 28 Prozent. Transfette erhöhen nachweislich den LDL-Cholesterin-Spiegel. Sie werden außerdem mit verstärkter Inflammation und endothelialer Dysfunktion in Verbindung gebracht. «Warum sollten unsere Kinder eine solch unsichere Zutat in ihrem Essen haben?», fragt der WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus. (ch)

16.05.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Maksymiv Iurii

 

 

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