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Brandenburg: Arzt trifft Apotheker

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Brandenburg: Arzt trifft Apotheker
 


Der Arzt braucht den Apotheker und umgekehrt. Nur, wenn beide Berufsgruppen ihre Kompetenzen gemeinsam nutzen, können sie Patienten besser versorgen und gleichzeitig die Zukunft der Heilberufler mitgestalten. Bei den gestrigen Vorträgen des 3. Brandenburgischen Apotheker- und Ärztetags in Potsdam stand die Kommunikation zwischen beiden Berufsgruppen im Fokus.

 

Die Referenten sprachen unter anderem über ambulantes Interaktionsmanagement, das im Zusammenwirken die Arzneimitteltherapiesicherheit verbessert. Darüber hinaus ging es um Chancen, die digitale Hilfsmittel sowie die Vernetzung der Akteure im Gesundheitswesen bieten – etwa mit Blick auf den komplexen Arzneimittelverschreibungsprozess. Ein weiteres Thema waren die Herausforderungen, die der Umgang mit einem sich selbst managenden Patienten mit sich bringt. Auch die Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit älterer Menschen durch Medikamente wurde beleuchtet.

 

Ein Berufsstand allein kann Dr. Peter Froese, Vorsitzender des Apothekerverbands Schleswig-Holstein, zufolge die komplexen Aufgaben der Zukunft nicht mehr lösen. Die Botschaften beider Berufe bekämen mehr Gewicht, wenn sie gemeinsam geäußert würden. Zudem betonte er ein weiteres verbindendes Element: «Das Bekenntnis zur Freiberuflichkeit und zum freien Heilberuf.»

  

«Wir müssen als Leistungserbringer im Gesundheitswesen zusammenstehen», sagte auch Dr. Reinhold Schrambke, Vorstandsmitglied der Akademie für ärztliche Fortbildung der Landesärztekammer Brandenburg. Seine Bilanz der Veranstaltung, zu der rund 100 Gäste kamen: «Sie ist eine Bereicherung für das wissenschaftliche Leben in Brandenburg.» Es sei wieder gelungen, eine Brücke zwischen beiden Berufsgruppen zu schlagen. Die Ärzte hätten verstanden, dass es der Apotheker in der Beratung nicht immer leicht hat. Und die Apotheker hätten verstanden, warum ein Arzt im Arbeitsalltag oft so schwer zu erreichen ist. Der Anspruch für die Zukunft bleibt Schrambke zufolge jedoch, die Kommunikation im Sinne der Patienten «auf allen Ebenen weiter zu verbessern». (je)

 

21.04.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Argus

 

 

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