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#unverzichtbar

EDITORIAL

 

#unverzichtbar


Fast ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl dürfte sie nun endlich stehen, die neue Bundesregierung. Bei der SPD-Basis haben politische Vernunft und die Angst vor weiterer Marginalisierung den Weg in die GroKo geebnet. Nächste Woche wird, so Gott will, die neue alte Kanzlerin gewählt, und zumindest die Union hat auch die Besetzung der ihr zugestandenen Ressorts verkündet.

 

Für die Apotheker ist die Ausgangslage in der neuen Legislaturperiode nicht schlecht: Die beiden Ministerien mit Schlüsselfunktion für die Apothekerschaft, das Gesundheits- und das Wirtschaftsministerium, sind in CDU-Hand. Damit wird es unwahrscheinlicher, dass die Arzneimittel­versorgung erneut zum Faustpfand zwischen streitenden Koalitionären wird, zumal ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten als Vorhaben im Koalitionsvertrag klar verankert ist.

 

Doch ein Selbstgänger ist das Rx-Versandverbot deswegen nicht. Teile der Politik und der Gesellschaft verstehen seinen Sinn nicht und unterstützen es bislang nicht. Es ist Aufgabe der Apothekerschaft, hier für Verständnis und Unterstützung zu sorgen und klar zu machen: Es geht um den Erhalt einheitlicher Abgabepreise und fairer Wettbewerbsbedingungen, nicht um die Ächtung einer Vertriebsform. Es geht um die Sicherung der flächendeckenden Versorgung und nicht um angeblich antimodernistische Reflexe gegenüber einem vermeintlich digitalen Gewerbe. Es geht um Verbraucherschutz und nicht um Biotopschutz für eine Heilberufsgruppe.

 

Diese Überzeugungsarbeit ist mühsam, aber unverzichtbar. Und sie kann nicht allein auf das Feld der politischen Kommunikation begrenzt sein, sie muss auch über Imagearbeit flankiert werden. Nicht von ungefähr beginnt deshalb Anfang Mai eine neue Welle der Imagekampagne der Apothekerschaft. Sie startet mit dem Claim: »Apotheke. Einfach unverzichtbar.« beziehungsweise dem Hashtag ­»#unverzichtbar« in den sozialen Medien. Die Kampagne wird mit ­bekannten und weniger bekannten Themen von Botendienst bis Substitutionstherapie den Wert der Apotheke vor Ort darlegen. Sie soll zeigen, dass Apotheke für das Beste aus beiden Welten steht: Für wissenschaftliche und technologische Modernität, aber eben auch für ganz analoge menschliche Begegnung und Hilfe.

 

#unverzichtbar für den Kampagnenerfolg ist, dass auch die Apotheken selbst diese Botschaft transportieren. Auf www.apothekenkampagne.de findet sich ab dem 8. März nur einen Klick entfernt alles, was es braucht, um die Kampagne und die dahinter stehende politische Zielsetzung zu unterstützen.


Dr. Reiner Kern

Leiter Kommunikation ABDA



Beitrag erschienen in Ausgabe 10/2018

 

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