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Elektronischer Praxisausweis: Startschuss für ersten Anbieter

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Elektronischer Praxisausweis: Startschuss für ersten Anbieter
 


Die sektorenübergreifende Vernetzung im Gesundheitswesen kommt einen weiteren Schritt voran. Als erster Produzent von elektronischen Institutions- oder Praxisausweisen hat nun die Bundesdruckerei die Zulassung erhalten. Diese sogenannte SMC-B (Security Module Card Typ B) ist für die Anbindung der Heilberufe an die Telematik-Infrastruktur (TI) notwendig. Sie ermöglicht einzelnen Akteuren im Gesundheitswesen wie etwa Arztpraxen und Apotheken, sich gegenüber dem digitalen Gesundheitsnetzwerk zu authentifizieren. Den Anfang machen nun die Arztpraxen.

 

«Vertragsarzt- und Vertragspsychotherapeutenpraxen ist es nun möglich, sich an die Telematik-Infrastruktur anzuschließen», teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) heute mit. Weitere Zulassungen von Anbietern der Praxisausweise werden demnach für Anfang 2018 erwartet. Grundsätzlich können niedergelassene Ärzte den Ausweis bei einem zugelassenen Kartenhersteller beantragen. Dieser holt sich dann bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung die Bestätigung ein, dass der Antragsteller als Praxisinhaber dazu berechtigt ist und Anspruch auf die SMC-B hat.

 

Mit der Anbindung der niedergelassenen Ärzte wird zunächst das Versichertenstammdaten-Management gewährleistet sein. Nach den Vorgaben des E-Health-Gesetzes sollen ab 1. Januar 2019 alle Praxen an die TI angeschlossen und als erste Anwendung der Austausch dieser Stammdaten mit den Kassen möglich sein. Im Anschluss sollen dann der Notfalldatensatz und der elektronische Medikationsplan folgen.

 

Die Apotheken starten die Anbindung an die TI, sobald die entsprechenden E-Health-Konnektoren, die Verbindungsmodule zur TI, zugelassen sind. Das wird Experten zufolge frühestens im dritten Quartal 2018 der Fall sein. Diese Konnektoren sind in der Entwicklung aufwendiger als die zurzeit in den Praxen eingesetzten Modelle, da sie bereits die Fach-Module für den elektronischen Medikationsplan sowie eine elektronische Signatur (QES) enthalten werden. Die Konnektoren in den Arztpraxen sollen dann ein entsprechendes Software-Update bekommen. (et)

 

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07.12.2017 l PZ

Foto: Fotolia/kebox

 

 

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