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AOK: Zytostatika-Rabattverträge in vier Regionen

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AOK: Zytostatika-Rabattverträge in vier Regionen
 


Die AOK Rheinland/Hamburg hat im Namen zahlreicher Krankenkassen Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern für Zytostatika ausgehandelt. Für öffentliche Apotheken in den Bezirken Nordrhein, Westfalen-Lippe, Hamburg und Schleswig-Holstein gilt eine entsprechende Austauschpflicht, wenn sie Fertigarzneimittel in einer parenteralen Rezeptur zur unmittelbaren ärztlichen Anwendung in der ambulanten Krebsversorgung verwenden. Welche Präparate unter Rabattvertrag sind, steht allerdings nicht in der Lauer-Taxe. Apotheker müssen daher vorerst auf eine entsprechende Liste der AOK im Internet zurückgreifen.

Zum Hintergrund: In der Zytostatika-Versorgung hatten einige Krankenkassen zuletzt Verträge mit einzelnen Apotheken geschlossen. Seit Mai dieses Jahres ist das allerdings verboten, stattdessen haben die Kassen nun die Möglichkeit, Rabattverträge über Wirkstoffe mit den Herstellern zu schließen. Das hat die AOK im Rahmen eines sogenannten Open-House-Verfahrens getan. Demnach kann jeder Hersteller den Verträgen zu einheitlichen Konditionen beitreten. Bislang beteiligen sich allerdings lediglich zwei Unternehmen: Aqvida und CC Pharma. Ausgeschrieben waren ursprünglich 55 Wirkstoffe, Verträge gibt es vorerst nur für eine Reihe von ihnen.

Auf ihrer Internetseite stellt die AOK Rheinland jeweils eine Liste für jeden der betroffenen Bezirke zur Verfügung. Darin werden die Präparate mit PZN und Hersteller genannt, sowie der Vertragsbeginn. Einige Verträge sind bereits zum 1. Oktober in Kraft getreten, bis Ende des Monats wollen die Krankenkassen allerdings auf Retaxationen verzichten. Weitere Verträge gehen zum 1. November an den Start. Folgen Abschlüsse mit anderen Herstellern oder für weitere Wirkstoffe, sollen sie rechtzeitig in den Listen hinterlegt werden.

Welcher Vertrag gilt, hängt vom Standort der Apotheke ab. Die Angabe der regionalen Abschlüsse in der Lauer-Taxe sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, heißt es bei der AOK. Die Apotheker würden daher zunächst online über die betroffenen Arzneimittel informiert. Für Zytostatika, die in Krankenhaus- oder krankenhausversorgenden Apotheken im Rahmen einer Klinikbehandlung hergestellt werden, gelten die Rabattverträge derweil nicht. (sch)  

Listen der bislang gültigen Verträge der AOK (externer Link)

 

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12.10.2017 l PZ

Foto: Fotolia/benicom

 

 

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