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FIP: Ohne Apotheker geht es nicht

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FIP: Ohne Apotheker geht es nicht
 


Pharmazeuten tragen weltweit in vielfacher Weise zu Effizienz und Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme bei und verbessern zudem die Gesundheit der Patienten. Das beweist ein Bericht der International Pharmaceutical Federation (FIP), der nun beim Weltkongress der Pharmazie und Pharmazeutischen Wissenschaften in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul vorgestellt wurde.

 

«Der Bericht gibt einen Einblick, wie der Beruf ausgeübt, reguliert und entlohnt wird. Außerdem gibt er Auskunft über die globale Beschäftigung der Branche und wie Arzneimittel weltweit an Patienten verteilt werden», so der Autor Gonçalo Sousa Pinto. Darüber hinaus zeige er Chancen und Herausforderungen der Brache auf und motiviere unter anderem die 139 FIP-Mitgliederorganisationen in mehr als 100 Ländern, sich für die Arbeit der Pharmazeuten einzusetzen. Denn diese könnten die Gesundheitsergebnisse sehr verbessern, so Pinto.

 

Die Untersuchung, die 79 Länder und Territorien umfasst, zeigt etwa, wo die Dichte an Pharmazeuten pro 10.000 Einwohner besonders hoch ist. Der Durchschnittswert liegt demnach bei 5,09 Pharmazeuten, bei reicheren Ländern sind es 7,61 und bei ärmeren hingegen nur 0,60. In Europa ist die Dichte laut Report um das 13,6-fache höher als in afrikanischen Gebieten. Den FIP-Ergebnissen zufolge arbeiten 75 Prozent der aktiven Apotheker (in diesem Fall sind rund 2,8 Millionen ermittelt worden) in der Offizin, 13 Prozent in Krankenhausapotheken und 13 Prozent anderen Bereichen.

 

Durchschnittlich 38 Prozent der öffentlichen Apotheken weltweit sind laut Bericht Teil von Ketten, in Kolumbien sind es sogar 99 Prozent und in Belgien lediglich 3 Prozent. Sorge bereitet der FIP, dass 33,45 Prozent der befragten Länder OTC-Präparate an Stellen abgeben, die nicht in irgendeiner Form dem jeweiligen Gesundheitswesen angeschlossen sind. Noch dramatischer bewertet die Organisation, dass in 19 Prozent der Länder OTC-Produkte sogar an nicht offiziellen Verkaufsstellen zum Patienten gelangen, sodass es dort keinerlei Qualitätskontrolle auch mit Blick auf die Lagerung gebe.

 

Besonders hebt der Autor hervor, dass die zusätzlichen Leistungen, die mittlerweile in 50 Prozent der Apotheken weltweit angeboten werden, lediglich in 12 Prozent der Fälle von den Krankenversicherungen bezahlt werden. Dazu gehöre etwa die Beratung rund um die Medikation, Hinweise zu Prävention und Umgang mit Krankheiten sowie die Messung klinischer Parameter. Diese Aufgaben lasteten vornehmlich auf den Schultern der Apotheker. (je)

 

14.09.2017 l PZ

Foto: Fotolia/kange_one

 

 

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