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Perspektivpapier 2030: Das ist der Stand der Dinge

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Perspektivpapier 2030: Das ist der Stand der Dinge
 


Wie weit sind die Apotheker bei der Umsetzung des Perspektivpapiers 2030 gekommen, das beim Deutschen Apothekertag 2014 auf den Weg gebracht wurde? Eine Zwischenbilanz zog heute ABDA-Hauptgeschäftsführer Sebastian Schmitz (Foto) beim DAT 2017 in Düsseldorf.

Im Medikationsmanagement der Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen (ARMIN) waren zum 30. Juni 2017 mehr als 2000 Patienten eingeschrieben, die einen von Arzt und Apotheker konsolidierten Medikationsplan erhalten haben und dauerhaft von beiden Heilberuflern betreut werden. Zehn Apothekenverwaltungssysteme seien an der Umsetzung des Medikationsplans beteiligt. Schmitz dankte den Apothekensoftwarehäusern für ihr Engagement und ihre Unterstützung der Weiterentwicklung der pharmazeutischen Leistungen in der Apotheke. Die ABDA verfolge zudem ein weiteres, besonders wichtiges Ziel: die technische Harmonisierung von Anwendungen zum Medikationsplan, wie er im Projekt ARMIN vorgesehen ist und innerhalb der Gematik definiert wird.

Dass auch die Patienten die apothekerlichen Leistungen schätzen, habe eine Befragung von 103 teilnehmenden Patienten gezeigt. 84 Prozent sahen einen persönlichen Nutzen des Medikationsmanagements durch den besseren Informationsaustausch von Arzt und Apotheker und fast 70 Prozent fühlten sich sicherer im Umgang mit ihren Arzneimitteln.

Als «eine Zukunftsressource von höchster Priorität» bezeichnete Schmitz gut ausgebildete Mitarbeiter. «Wenn wir auch im Jahr 2030 hervorragend ausgebildete und bestens qualifizierte Mitarbeiter in den Apotheken haben wollen, müssen wir jetzt handeln.» Die Änderung von Ausbildungsordnungen und deren Umsetzung beanspruchten viele Jahre. «Speziell ausgebildete Mitarbeiter sind gewissermaßen eine langsam nachwachsende Ressource.»

Die Messlatte für eine angemessene Ausbildung lege ebenfalls das Perspektivpapier. Man müsse aber auch Chancen und Risiken von Änderungen bedenken. Als Stichworte nannte Schmitz die mögliche Einführung des Bachelor-Master-Systems oder mögliche Auswirkungen auf den Curricular-Normwert. Gerade weil die Änderung einer Ausbildungsordnung ein langwieriger Prozess ist, sei es klug, parallel zu diskutieren, welche Spielräume die aktuelle Ausbildungsordnung für Apotheker bietet. (bmg)

 

Mehr zum Deutschen Apothekertag 2017

 

13.09.2017 l PZ

Foto: PZ/Alois Müller

 

 

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