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Späth: Rabattverträge auf den Prüfstand stellen

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Späth: Rabattverträge auf den Prüfstand stellen
 


Aus Sicht der Arzneimittelhersteller gehören die Rahmenbedingungen für die Rabattverträge nach der Wahl auf die Agenda der neuen Bundesregierung. Man müsse «grundsätzlich neu ausbalancieren, wie Krankenkassen weiterhin Rabattverträge schließen können, ohne dass diese den Kostendruck auf Generika-Unternehmen soweit verschärfen, dass Arzneimittelengpässe die Folge sind», sagte Pro-Generika-Chef Wolfgang Späth (Foto) bei der Eröffnung der Expopharm in Düsseldorf. Mit den Apothekern ziehe man bei diesem Thema an einem Strang, so etwa bei der Forderung eines Ausschreibungsverbots für versorgungskritische Wirkstoffe. «Diese sind ganz sicher zu wichtig zum Feilschen.»

 

Mit dem Arzneimittel-Versorgungsstärkungsgesetz hatte die Große Koalition zuletzt eine Vorlaufzeit für Rabattverträge eingeführt. So dürfen die Verträge frühestens sechs Monate nach der Zuschlagserteilung in Kraft treten. Auf diese Weise sollen die Gewinner der Ausschreibung zunächst Zeit erhalten, um etwa ausreichend Lagerbestände aufzubauen. Diese Regelung könne allerdings nur ein erster Schritt sein, sagte Späth. Er forderte darüber hinaus eine Verpflichtung der Kassen, bei Ausschreibungen stets mehreren Unternehmen einen Zuschlag zu erteilen. Auf diese Weise werde «die Verantwortung für die Versorgung auf mehrere Schultern verteilt», was letztlich zu mehr Liefersicherheit führe. In der Politik sei dieser Vorschlag grundsätzlich auf positive Resonanz gestoßen, gehandelt habe sie jedoch nicht. Stattdessen setze die Koalition auf die Selbstheilungskräfte im Markt. «Diesen Optimismus teile ich nicht», so Späth. (sch)

 

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13.09.2017 l PZ

Foto: PZ/Alois Müller

 

 

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