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Bemerkenswerte Zusammenarbeit

WIRTSCHAFT UND HANDEL

 
Generika

Bemerkenswerte Zusammenarbeit

von Thomas Bellartz, Berlin

 

Kooperationen sind im Pharma-, Großhandels- und auch im Apothekenmarkt grundsätzlich nichts Besonderes mehr. Nicht besonders, aber umso bemerkenswerter ist die »enge Zusammenarbeit« zwischen der Assist Pharma GmbH und dem Generikaproduzenten TAD Pharma.

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In einer Ende Januar verbreiteten Pressemitteilung beider Unternehmen wird angekündigt, dass Assist und TAD »künftig in der Arzneimittelversorgung kooperieren« würden. Grundlage sei eine »neue Technologie«, die die zur Kohl-Pharma-Gruppe gehörende Asisst Pharma entwickelt habe. Schlichter formuliert und nicht nur zwischen den Zeilen der Mitteilung herauszulesen: Kohl verblistert und TAD liefert die Inhalte dafür. Und damit die Argumentationskette pro Massen-Verblisterung auch funktioniert, weisen die Unternehmen auf die Kosten für Fehlbehandlungen, Frühverrentungen, längere Krankenhausaufenthalte sowie Arzneimittelmüll hin. Das alles summiere sich auf 10 Milliarden Euro jährlich. Die Retter stehen Gewehr bei Fuß.

 

Da Kooperationen nicht nur Synergien heben helfen, sondern auch Freude stiften, ist Assist-Geschäftsführer Jörg Geller »froh, einen so starken Partner für das Projekt gewonnen zu haben«. Immerhin stelle TAD hochwertige und preisgünstige Arzneimittel her und »liefert uns einen wesentlichen Teil der generischen Arzneimittel, die zur Versorgung chronisch kranker Menschen benötigt werden«. Und Jens Peter Schütz ergänzt als Geschäftsführer von TAD Pharma, dass nicht nur beide Unternehmen, sondern auch die Patienten sparen, weil sie gezielter versorgt würden und die Verblisterung Kosten einspare.

 

Bis Ende 2007 wolle Assist mit dem System rund 600.000 Patienten versorgen. Laut Geller belege das Modell, dass integrierte Arzneimittelversorgung in der Praxis funktionieren könne. In der Branche wird das Projekt mehr als skeptisch beäugt. Am Donnerstag dieser Woche wollte Assist-Eigner Edwin Kohl in Freiberg bei Stuttgart die neue Mega-Verblisteranlage und das System einer möglichst breiten Öffentlichkeit vorstellen.


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Beitrag erschienen in Ausgabe 06/2006

 

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