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BAföG: Mehr Geld für mehr Studenten

CAMPUS

 
BAföG

Mehr Geld für mehr Studenten

Von Sven Siebenand

 

Ja ist denn schon Weihnachten? Obwohl dem nicht so ist, verteilt der Staat Geschenke. BAföG-Empfänger erhalten zukünftig mehr Geld. Zudem werden mehr Studenten ein Anrecht auf BAföG-Leistungen erhalten.

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In dem am 2. Juli 2008 vom Bundeskabinett beschlossenen Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2009 ist insgesamt eine Steigerung der BAföG-Ausgaben auf mehr als 1,4 Milliarden Euro berücksichtigt. »Mit der Aufstockung des BAföG erleichtern wir die Entscheidung für ein Studium, denn wir haben damit deutliche finanzielle und strukturelle Verbesserungen geschaffen«, wird die Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan in einer Pressemitteilung ihres Ministeriums zitiert.

 

Minijobs erlaubt

 

Bisher bekommt nur rund jeder vierte Student BAföG. Der Großteil muss darauf verzichten, weil die Eltern zu viel verdienen. Nun wird der Freibetrag vom Elterneinkommen um 8 Prozent erhöht und liegt künftig bei 1555 Euro. Dadurch wird der Kreis der Geförderten voraussichtlich um rund 100.000 zusätzliche BAföG-Empfänger erweitert. Ab sofort gelten bei BAföG-Neuanträgen zudem neue Höchstsätze. Für Studenten, die alleine wohnen, steigt der Höchstsatz um 10 Prozent von bislang 585 auf jetzt 643 Euro. Wer noch bei seinen Eltern lebt, bekommt auch 10 Prozent mehr, maximal nun 473 Euro. Pünktlich zu Beginn des Wintersemesters erhalten auch diejenigen ihr Geschenk, die bereits BAföG bekommen. Denn die neuen Regelungen gelten für bestehende Darlehen vom 1. Oktober an.

 

Für alle Auszubildenden gilt zudem, dass Minijobs mit einem Verdienst bis zu 400 Euro brutto anrechnungsfrei bleiben. Sie führen also nicht zu einer Kürzung der Ausbildungsförderung. Zuvor lag die Höchstgrenze für Verdienste bei 350 Euro.

 

Bereits seit Jahresbeginn erhalten Studenten mit Kindern mehr Geld. Ein nicht zurückzuzahlender monatlicher Kinderbetreuungszuschlag in Höhe von 113 Euro für das erste und 85 Euro für jedes weitere Kind wurde eingeführt. Auch ein Auslandsstudium innerhalb der Europäischen Union kann schon ab dem ersten Semester gefördert werden, an Auslandspraktika außerhalb Europas werden keine erhöhten Anforderungen mehr gestellt. Anträge auf BAföG stellen Studenten beim zuständigen Studentenwerk. Die betreffende Adresse lässt sich im Internet unter www.das-neue-bafoeg.de einfach herausfinden. Hier gibt es auch zusätzliche Informationen rund um das Thema BAföG und die Antragsstellung. Unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 2236341 ist ferner eine BAföG-Hotline eingerichtet.

 

Schaden kann es also in keinem Fall, zu klären, ob und in welcher Höhe Anspruch auf BAföG besteht. Die Hälfte des monatlichen Förderungsbetrages ist ein zinsloses Darlehen, das gemäß Paragraf 17, Absatz 2 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes höchstens bis zu einem Gesamtbetrag von 10.000 Euro zurückzuzahlen ist. Zudem können Absolventen mit besonders gutem Abschluss sowie bei Einhaltung der Regelstudienzeit beziehungsweise Förderungshöchstdauer einen Nachlass auf den Rückzahlbetrag beantragen.

 

Wieder mehr Studienanfänger

 

Seit 2007 haben wieder mehr junge Menschen ein Studium aufgenommen als im Jahr zuvor. »Der Abwärtstrend bei der Entwicklung der Studienanfängerzahlen ist gestoppt«, so Schavan. Damit zeige der Hochschulpakt erste Wirkung. »Die Zahlen zeigen aber auch, dass noch erhebliche Anstrengungen der Länder und der Hochschulen erforderlich sind, um die angestrebte Zielmarke zu erreichen. Deshalb muss der Hochschulpakt konsequent fortgeführt werden. Die Bundesregierung setzt hier wesentliche Maßstäbe«, so die Bildungsministerin. Die Anhebung der BAföG-Sätze schaffe wesentliche Verbesserungen und erleichtere die Entscheidung für ein Studium.

 

Schavan verweist in einer Pressemitteilung ihres Ministeriums zudem auf zwei aktuelle Studien des Hochschul-Informations-Systems zu Studenten in Deutschland: »Die Arbeitslosenquote ist mit etwa 3 Prozent bei Universitäts- und 2 Prozent bei Fachhochschulabsolventen sehr niedrig. Das zeigt, dass sich ein Studium lohnt! Die besten Chancen auf einen Arbeitsplatz haben Hochschulabsolventen.«


Außerdem in dieser Ausgabe...

Beitrag erschienen in Ausgabe 33/2008

 

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