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Branchenreport: Arbeit mit Kunden kann stark belasten

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Branchenreport: Arbeit mit Kunden kann stark belasten
 


Bei der Arbeit mit Kunden sind Beschäftigte im Groß- und Einzelhandel oft hohen psychischen Belastungen ausgesetzt. Das ergab der Branchenreport Handel der DAK-Gesundheit und der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW).

 

Im Kundenkontakt zähle Schnelligkeit und eine positive Grundhaltung, auch bei hoher Arbeitsbelastung. Auseinandersetzungen mit Kunden könnten zudem emotional sehr belastend sein. Dabei gingen viele Beschäftigte (69 Prozent) häufig oder manchmal bis an die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit, heißt es in einer Pressemeldung der DAK-Gesundheit. Bei 4,9 Millionen Beschäftigten in der Branche betreffe das 3,4 Millionen Männer und Frauen in Deutschland. Im Einzelhandel arbeiten 87 Prozent ausschließlich oder überwiegend mit Kunden, im Großhandel 65 Prozent.

 

Der Krankenstand der Branche zeigt sich laut Studie jedoch nicht auffällig. Im Großhandel war er im Jahr 2014 mit 3,4 Prozent sogar leicht unterdurchschnittlich, im Einzelhandel entsprach er mit 4,0 Prozent in etwa dem Schnitt aller Versicherten der DAK-Gesundheit, der 3,9 Prozent betrug. Die Beschäftigten im Einzelhandel seien zwar seltener, dafür aber länger krankgeschrieben.

 

Eine entscheidende Rolle zur Abfederung dieser emotional fordernden Arbeit spielen laut DAK-Gesundheit die Art der Mitarbeiterführung und der Umgang mit Fehlern. Beispielsweise indem der Vorgesetzte klare Anweisungen gebe und dem Mitarbeiter bei schwierigen Kunden Rücken stärke. Herrsche zudem eine gute Fehlerkultur vor, müsse niemand Fehler verschweigen.

 

Neben der Befragung von mehr als 4000 Beschäftigten aus dem Handel wertete das IGES Institut Daten von rund 3,6 Millionen Vollarbeitern im Groß- und Einzelhandel sowie die Fehlzeiten aller in der Brache tätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit. (ke)

  

14.04.2016 l PZ

Foto: PZ/Alois Müller

 

 

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