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Rauchstopp: Besser plötzlich als in Etappen

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Rauchstopp: Besser plötzlich als in Etappen
 


Abrupt mit dem Rauchen aufzuhören, verspricht mehr Erfolg, als dem Glimmstängel nach und nach Adieu zu sagen. Das haben britische Forscher um Dr. Nicola Lindson-Hawley von der University of Oxford in einer Studie mit fast 700 Tabakabhängigen herausgefunden. Zu einem festgelegten Stichtag hörten die Teilnehmer entweder plötzlich mit dem Rauchen auf oder nachdem sie ihren Tabakkonsum zuvor über zwei Wochen schrittweise um 75 Prozent reduziert hatten. Beide Gruppen wurden dabei von Krankenschwestern unterstützt und erhielten Nicotinersatzpräparate. Wie erfolgreich die jeweilige Strategie war, ermittelten die Forscher anhand von Abstinenzkontrollen nach vier Wochen und sechs Monaten.

 

In den «Annals of Internal Medicine» berichten sie, dass die radikale Schlussstrich-Methode dem Ausschleichen deutlich überlegen war. Vier Wochen nach dem Stichtag waren von denjenigen, die abrupt aufgehört hatten, noch 49 Prozent abstinent, in der anderen Gruppe betrug dieser Prozentsatz dagegen 39 Prozent. Nach sechs Monaten hatten in beiden Gruppen zahlreiche Teilnehmer wieder mit dem Rauchen angefangen, in der Ausschleich-Gruppe aber mehr (22 versus 15,5 Prozent Abstinenzler).

 

Das Rauchen aufzugeben, ist bekanntlich zuallererst eine Kopfsache. Das bestätigt ein weiteres Teilergebnis der Studie: Von denen, die sich nicht zu einem klaren Schnitt durchringen konnten und deshalb die Ausschleich-Variante bevorzugten, waren bereits nach vier Wochen signifikant weniger erfolgreich als von denen, die von sich aus die Stichtags-Lösung bevorzugten (38 versus 52 Prozent). Für die Beratung von Exrauchern in spe heißt das also: Wer wirklich mit dem Rauchen aufhören will, sollte das nicht auf die lange Bank schieben, sondern gleich Nägel mit Köpfen machen. (am)

 

DOI: 10.7326/M14-2805

 

29.03.2016 l PZ

Foto: Fotolia/Ruslan Olinchuk

 

 

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