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Mikrozephalie durch Zika: Erforschung dauert noch Monate

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Mikrozephalie durch Zika: Erforschung dauert noch Monate
 


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet erst in vier bis sechs Monaten mit Klarheit über einen möglichen Zusammenhang zwischen Zika und einer Schädelfehlbildung bei Babys. Das Virus steht im Verdacht, nach der Infektion einer Schwangeren die Mikrozephalie ihres Ungeborenen zu verursachen. Neugeborene, deren Mütter sich am Anfang der Schwangerschaft angesteckt haben, sind nach WHO-Auskunft besonders häufig betroffen. Daher müsse die WHO für weitere Erkenntnisse auf die Geburt dieser Kinder warten, teilte die Behörde in Genf mit.

 

Die Verbindung zwischen Zika und dem seltenen Lähmungssyndrom Guillain-Barré könnte deutlich schneller ermittelt werden, da Erwachsene betroffen seien. Zika ist bisher in etwa 40 Ländern nachgewiesen worden, am stärksten ist Brasilien betroffen.

 

Um eine mögliche Infektion durch Geschlechtsverkehr auszuschließen, rät die WHO Touristen, mindestens vier Wochen lang nach ihrer Rückkehr aus betroffenen Gebieten nur geschützten Sex zu haben oder abstinent zu bleiben. Schwangere Frauen und Bewohner aus gefährdeten Gegenden sollten diese Regeln generell befolgen. Von 7. bis 9. März will die WHO ein Expertentreffen einberufen, um neue Strategien im Kampf gegen die Mücken zu finden, die das Zika-Virus übertragen.

 

Zur gleichen Zeit steigt die Zahl der Zika-Infektionen bei schwangeren Frauen in Kolumbien weiter an. Bisher wurden 5546 von Kliniken und Laboren bestätigte Infektionen festgestellt, teilte die nationale Gesundheitsbehörde in einem neuen Bulletin mit. Es gibt weitere 810 Verdachtsfälle. Im ganzen Land gibt es nun 37.011 Fälle, davon liegt aber bei 5251 Personen vorerst nur der Verdacht einer Infektion vor. Anders als in Brasilien gibt es in Kolumbien bisher keine Hinweise auf eine Zunahme der Mikrozephalie-Fälle, was Zweifel an der Theorie einer eindeutigen Verbindung zwischen Zika-Infektionen und Schädelfehlbildungen nährt.

 

22.02.2016 l PZ/dpa

Foto: Fotolia/shotsstudio

 

 

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