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Koalition will psychisch Kranke flexibler versorgen

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Koalition will psychisch Kranke flexibler versorgen
 


Psychisch kranke Menschen sollen künftig besser versorgt werden. Die Gesundheitspolitiker der großen Koalition verständigten sich am Donnerstag in Berlin auf entsprechende Eckpunkte. Dabei werde sich die Vergütung daran orientieren, ob eine Einrichtung diese Menschen nach modernem wissenschaftlichen Standard behandelt, erläuterte Gesundheitsminister Hermann Gröhe nach einem Treffen mit Fachverbänden.

 

Die sektorübergreifende Zusammenarbeit zwischen stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen gerade in der Psychiatrie werde künftig an Bedeutung gewinnen, hieß es. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach erläuterte dazu, häufig komme es vor, dass psychisch Kranke nach einer Behandlung in einer Klinik nach Hause entlassen würden und dann die Betreuung abrupt abbreche, so dass der Patient nach einiger Zeit wieder eingeliefert werden müsse.

 

Künftig ist den Plänen zufolge vorgesehen, dass Patienten nach einer Entlassung aus einer Klinik von Klinikpersonal zu Hause weiter betreut werden sollen. Die Vergütung komme dann aus dem Klinikbudget. Die SPD-Gesundheitspolitikerin Hilde Mattheis wies darauf hin, dass für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche das häusliche Umfeld für eine erfolgreiche Behandlung ein wesentlicher Faktor sei.

 

Der Maßstab für die Vergütung sei in Zukunft grundsätzlich eine leitliniengerechte Behandlung der Patienten. Zudem werde sie sich auch nach regionalen Besonderheiten richten. So könne es durchaus sein, dass in einigen städtischen Gebieten häufiger psychisch Erkrankte in Kliniken eingewiesen werden als etwa im ländlichen Raum. Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, Maria Michalk, unterstrich, um zu erkennen, ob eine Einrichtung leitliniengerecht behandelt, sei Transparenz dringend notwendig. «Auf diese Weise können die in den Kliniken erbrachten Leistungen untereinander verglichen werden.»

 

19.02.2016 l dpa

Foto: Fotolia/Gina Sanders

 

 

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