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Apotheker ohne Grenzen prüft Notfalleinsatz in Nepal

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Apotheker ohne Grenzen prüft Notfalleinsatz in Nepal
 


Angesichts des schweren Erdbebens in Nepal am 25. April prüfen seit Montag zwei ehrenamtliche Mitglieder der Hilfsorganisation Apotheker ohne Grenzen vor Ort, ob und in welchem Umfang die deutschen Pharmazeuten dort Nothilfe leisten können. «Bei solch schweren Dimensionen zählt für die Verletzten jede Minute; erfahrungsgemäß sind Arzneimittel mit das wertvollste Gut, das am frühesten knapp wird», teilte Vorstand Jochen Schreeck gemeinsam mit der neuen Geschäftsführerin Ingrid Famula mit. Der Verein ist bereits seit Jahren in Nepal in nachhaltigen Projekten engagiert.

Auch die bayerische Hilfsorganisation NAVIS, mit der AoG 2013 nach dem Taifun Haiyan auf den Philippinen zusammengearbeitet hat, sondiert die Lage in Nepal, sodass ein gemeinsamer Nothilfeeinsatz koordiniert werden könnte, berichtet Eliette Fischbach aus der Geschäftsstelle  gegenüber der Pharmazeutischen Zeitung. «Leider haben wir bislang noch keinen Kontakt zu unserem nepalesischen Projektpartner SWAN im Baglung-Distrikt aufnehmen können und wissen nicht, wie stark das Gebiet betroffen ist», so Fischbach zum Stand der Lage. In der schwer zugänglichen Bergregion rund 300 Kilometer westlich von Kathmandu kennt AoG sich bereits gut aus, ein Katastropheneinsatz sei aber prinzipiell auch in anderen Landesteilen vorstellbar. Spenden sind bereits jetzt willkommen.

Das Erdbeben in Nepal überschattete die Mitgliederversammlung und Feier zum 15-jährigen Jubiläum des Vereins am Samstag in Berlin. Dort informierten sich rund 50 der mittlerweile 1248 Mitglieder Einblick über den neuesten Stand der Finanzen und Projekte. So hat der Verein zum Beispiel ein neues, langfristig angelegtes Projekt auf den Philippinen gestartet, gemeinsam mit der Hilfsorganisation German Doctors. Deutsche Apotheker unterstützen dabei unter anderem die Einführung einer Lager-Management-Software für Arzneimittel und schulen das lokale pharmazeutische Personal. 2014 konnte der Verein 463.000 Euro an Spenden verbuchen und gab 467.000 Euro für Projekte aus.

Bei der Jubiläumsfeier am Abend kam zudem die bundesweite Aktion „Die Pille rollt“ zum Abschluss. In allen Bundesländern waren Fußbälle von Apotheke zu Uni zu pharmazeutischen Unternehmen und darüber hinaus weitergegeben worden. Der Ball aus Baden-Württemberg beispielsweise erhielt ein Autogramm von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, die Berliner Pille gleich mehrere Unterschriften des Hertha BSC. Ein Teil der Bälle wurde am Samstag versteigert. Der Erlös kommt den Projekten des Vereins zugute, einige Bälle sollen an die Projektländer weitergereicht werden. (dh)

Spendenkonto Apotheker ohne Grenzen e.V.


Bank: Deutsche Apotheker- und Ärztebank
IBAN: DE 88 3006 0601 0005 0775 91
BIC (Swiftcode): DAAEDEDDXXX

 

28.04.2015 l PZ

Foto: AoG (Archiv)

 

 

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