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Ebolafieber: Wann liegt ein Verdacht vor?

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Ebolafieber: Wann liegt ein Verdacht vor?
 


Mit der Zahl der Ebolapatienten in Westafrika, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Infizierte nach Europa reisen. Um eine Weiterverbreitung des Erregers zu verhindern, ist es notwendig, Erkrankte rechtzeitig zu erkennen und zu isolieren. Das European Centre for Disease Control and Prevention (ECDC) und das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) haben daher eine Fallbeschreibung für Ebola herausgegeben sowie eine Handlungsanweisung für Ärzte, wie im Verdachtsfall zu handeln ist. 

 

An eine Ebola-Infektion sollte gedacht werden, wenn Patienten Fieber über 38,5 °C und zusätzlich eines der folgenden Symptome aufweisen: schwere Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Blutungen oder Multiorganversagen. Auch alle plötzlichen und unerklärbaren Todesfälle sollten aufmerksam machen. Ein begründeter Verdachtsfall liegt laut ECDC vor, wenn sich der Patient mit entsprechender Symptomatik in den 21 Tagen vor Einsetzen der Beschwerden in einem Endemiegebiet aufgehalten hat, Kontakt zu einem Patienten, Verdachtsfall oder Verstorbenen oder zu Säugetieren wie Flughunden oder Affen oder deren Ausscheidungen hatte. Ebenfalls verdächtig sind Infektionen bei Personen, die aus beruflichen Gründen Kontakt mit erregerhaltigem Material oder infizierten Tieren haben.

 

Laut Handlungsanweisung des RKI sollte der Arzt zur Abklärung des Verdachts einen Meter Abstand zum Patienten einhalten, Mund-Nasen-Schutz, Schutzbrille und Einmalkittel tragen. Liegt ein begründeter Verdacht vor, ist eine strikte Isolierung in einer Sonderisolierstation in Behandlungszentren für hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen unverzüglich anzustreben und eine Labordiagnostik auf eine Ebolavirus-Infektion zu veranlassen, schreibt das RKI. Zudem sollten alle Kontaktpersonen ermittelt und für die Dauer der Inkubationszeit von 21 Tagen überwacht werden, ob sie Symptome entwickeln. Die Falldefinition sowie das Flussschema zur Abklärung von Verdachtsfällen sind auf den Seiten des RKI unter www.rki.de/ebola  (externer Link) zu finden. (ch)

 

11.09.2014 l PZ

Foto: Fotolia/nito

 

 

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