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Kostbares Gut

EDITORIAL

 

Kostbares Gut


Wie bedeutend etwas ist, merkt man vor allem dann, wenn es fehlt. Das gilt auch für etwas so vermeintlich Gewöhnliches wie Wasser. Zu beobachten ist dies in allen Krisenregionen wie derzeit im Nordirak oder auch in den von der Ebola-Epidemie betroffenen Ländern. Dass hygienisch einwandfreies Trinkwasser jederzeit aus der Leitung kommt, ist in vielen Regio­nen dieser Welt keine Selbstverständlichkeit. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) müssen 1,8 Milliarden Menschen auf kontaminiertes Wasser zurückgreifen (lesen Sie hierzu Hygiene: Krankheiten aus dem Trinkwasser). Durch eine schlechte Wasserversorgung sterben etwa 3,5 Millionen Menschen jedes Jahr.

 

Wasser spielt für die menschliche Gesundheit in verschiedener Hinsicht eine ganz zentrale Rolle, weshalb die Pharmazeutische Zeitung dem Thema Wasser diese Schwerpunktausgabe widmet. Es ist die Grundlage aller Lebe­wesen. Alle Organismen bestehen zu großen Teilen aus diesem Stoff, beim Menschen beträgt sein Anteil am Körpergewicht 50 bis 60 Prozent. Eine entsprechend wichtige Rolle spielt Wasser daher in der Biochemie und Physiologie (Wasser: Der Lebensstoff). Und entsprechend streng wird der Wasserhaushalt im Körper kontrolliert. Ein Mangel kann schnell zum Tod führen, ein Wasserüberschuss auf Dauer aber auch. Bei Störungen des Wasserhaushalts kommen Diuretika zum Einsatz, die hier vorgestellt werden: Diuretika: Wasser marsch.

 

Wasser kann krank machen, es kann aber auch zu Heilzwecken verwendet werden. Schon seit Jahrtausenden setzen Menschen Thermal- und Heilwasser bei bestimmten Krankheitsbildern ein, mit mehr oder weniger großem Erfolg (Heilquellen: Wasser ist kein Wunderelixier). Menschen trinken Wasser, sie reinigen sich damit, nutzen es für Freizeitaktivitäten wie Baden, Segeln oder Rudern und zur Steigerung des seelischen Wohlbefindens. Ein neuer Trend ist Geräte­sport im Wasser, die sogenannte Aquafitness. Denn Wasser hat Eigen­schaften, die man zu Trainingszwecken optimal nutzen kann (Fahrradfahren: Abtauchen und losradeln).

 

Aus pharmazeutischer Sicht hat Wasser noch eine herausragende Bedeutung: Es ist einer der am häufigsten verwendeten Ausgangsstoffe für die Herstellung von Arzneimitteln (Wasser in der Pharmazie: Die Qualität entscheidet). Und was auf das Trinkwasser zutrifft, gilt hier in besonderem Maße: Die Qualität muss stimmen.

 

Christina Hohmann-Jeddi

Ressortleiterin Medizin



Beitrag erschienen in Ausgabe 34/2014

 

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