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Von Rx zu OTC: Studien in Apotheken durchführen

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Von Rx zu OTC: Studien in Apotheken durchführen
 


Bei der Entlassung neuer Arzneistoffe aus der Rezeptpflicht in die Selbstmedikation liegen kaum Daten zur Sicherheit in der OTC-Anwendung vor, kritisierte Professor Dr. Hartmut Morck von Cui Bono Health Consulting beim PZ-Managementkongress in Palma de Mallorca. Die Hersteller sollten verpflichtet werden, mehr Daten nach dem sogenannten Rx-OTC-Switch zu erbringen. Da es sich um Selbstmedikation handelt, können diese Daten aus Morcks Sicht nur in den Apotheken generiert werden, die entsprechend von der Pharmaindustrie entlohnt werden müssen. Damit würde sich ein neues Tätigkeitsfeld für die Apotheker auftun, das nicht nur die Arzneimitteltherapiesicherheit erhöht und ihr fachliches Know-how fordert, sondern auch eine neue, zumindest kostendeckende Honorierung bringen würde.

 

Dabei könnten jeweils zahlreiche Apotheken mitwirken, die insgesamt mehrere Tausend, besser Zehntausend Patienten ansprechen und per Fragebogen Daten unter anderem zu Nebenwirkungen und Interaktionen erfassen. In solchen nicht interventionellen Studien ließen sich auch seltene Ereignisse erfassen und quantifizieren. Dies sei bislang durch UAW-Meldungen von Ärzten nur unzureichend möglich, bemängelte Morck. Er geht von einem «Underreporting» von bis zu 95 Prozent aus. «Solche Studien sind eine große Chance, sich als Heilberufler zu profilieren und zu positionieren», sagte der Experte für neue Arzneimittel. In England und Neuseeland würden sich die Apotheker bereits erfolgreich in die Arzneimitteltherapiesicherheit einbringen.

 

Damit der Originalhersteller einen Nutzen angesichts der Kosten hat, schlug Morck einen erweiterten Patentschutz für die ersten drei Jahre nach Entlassung aus der Rezeptpflicht in die Selbstmedikation vor. Dies sei ein reeller Zeitraum, um die nötigen Daten zu erheben und die Kosten durch die exklusive Vermarktung wieder zu generieren. (db)

 

11.04.2014 l PZ

Foto: ABDA

 

 

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