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ApBetrO: Kritik an Ablehnung der DAT-Anträge

POLITIK & WIRTSCHAFT

 
ApBetrO

Kritik an Ablehnung der DAT-Anträge


Von Ev Tebroke / Der Präsident der Landesapothekerkammer (LAK) Brandenburg, Jens Dobbert, hat die Ablehnung der meisten brandenburgischen Anträge zum Deutschen Apothekertag (DAT) deutlich kritisiert. Seiner Meinung nach hat sich die ABDA-Mitgliederversammlung inhaltlich nicht mit den Anträgen zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) auseinandergesetzt.

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In einem Präsidentenbrief zum Weihnachtsfest informierte er die Kammermitglieder über das Schicksal der brandenburgischen Anträge und stellte fest, dass es auf der entsprechenden ABDA-Mitgliederversammlung am 5. Dezember »keine Antworten auf unsere Begründungen zu den Anträgen gab«.




Jens Dobbert kritisert den Verlauf der Antragsdiskussion.

Foto: LAK Brandenburg


Er habe sich im Verlauf der Sitzungen der vergangenen Monate, in denen über diese Anträge beraten worden sei, immer wieder gefragt, worin die die Vorschläge ablehnenden Standesvertreter ihre diesbezügliche Legitimation sähen, schreibt Dobbert. Nach Kenntnis der LAK Brandenburg habe es offenbar in keinem anderen Bundesland Umfragen unter den Kammermitgliedern zu diesem »wichtigen Thema« gegeben. Wenn in den Gremien der Standesorganisationen auf Bundesebene formal demokratisch gehandelt würde, so stelle sich die Frage, »welches Gewicht das Votum einer Kammer oder eines Verbandes hat, deren/dessen Mitglieder zu dieser grundlegenden Norm unserer Berufsausübung, wie sie die Apothekenbetriebsordnung darstellt, gar nicht befragt wurden«, heißt es in dem Schreiben weiter. Im Zweifelsfall sei dann die Abstimmung nicht viel wert. Die Meinungsäußerungen von Apothekern anderer Bundesländer gegenüber der LAK Brandenburg bestätigten diese Aussage.

 

Die LAK Brandenburg habe aufgrund ihrer Mitgliederbefragung ein »eindeutiges Votum« erhalten, sich weiter für eine Änderung der ApBetrO einzusetzen, betonte der Präsident. Insgesamt hatte die Kammer 15 Anträge eingebracht, von denen auf der ABDA-Mitgliederversammlung letztlich nur 3 in geänderter Form angenommen wurden.

 

Trotz der Enttäuschung über den Verlauf der Antragsdiskussion appellierte Dobbert an seine Kammermitglieder, sich aktiv an der anstehenden Diskussion des Leitbilds der Offizin-Apotheker zu beteiligen. Man solle »denen da oben« die Gestaltung nicht allein überlassen. »Lassen Sie uns aktiv die Diskussion mitgestalten, damit die Fachleute endlich wieder das Sagen haben, wie unsere Zukunft gestaltet werden soll.« /



Beitrag erschienen in Ausgabe 01/02/2014

 

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