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Gesundheitsausschuss im Bundestag berät über Pille danach

POLITIK & WIRTSCHAFT

 
Gesundheitsausschuss im Bundestag berät über Pille danach


Von Ev Tebroke / Im Gesundheitsausschuss des Bundestages haben in der vergangenen Woche die Fraktionen von SPD und Linke ihre Anträge zur Pille danach eingeführt. Beide Fraktionen fordern eine Befreiung dieser Pille mit dem Wirkstoff Levonorgestrel (LNG) von der Verschreibungspflicht.

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Zu der Ausschusssitzung am 27. Februar 2013 war auch ein Vertreter des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingeladen. Der zuständige Sachverständigen­ausschuss des BfArM hatte bereits 2003 die Aufhebung der Rezeptpflicht empfohlen und seine Forderung 2009 erneut wiederholt. CDU und FDP stehen der Freigabe hingegen kritisch gegenüber.

 

Nach Angaben des Büros von Marlies Volkmer, stellvertretende Sprecherin für Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion, wurde die Diskussion über die Anträge im Gesundheitsausschuss abgebrochen und vertagt. Zunächst solle die Anhörung zu dem Thema abgewartet werden. Diese wurde bereits einmal verschoben und findet nun voraussichtlich am 24. April statt. Mit einer Beschlussempfehlung sei demnach frühestens Anfang Mai zu rechnen, so ein Sprecher.

 

Bei der »Pille danach« auf LNG-Basis handelt es sich um ein Produkt zur Notfallkontrazeption ohne abtreibende Wirkung. Nach Angaben des Bundesverbandes Pro Familia sind Präparate mit dem Wirkstoff Levonorgestrel bereits in 28 europäischen Staaten rezeptfrei erhältlich. Frankreich hat damit die längste Erfahrung, dort ist das Produkt bereits seit 1999 ohne Rezept verfügbar. /



Beitrag erschienen in Ausgabe 10/2013

 

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