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Online-Umfrage: Lust auf Naturwissenschaften und vielfältige Berufsmöglichkeiten

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Online-Umfrage

Lust auf Naturwissenschaften und vielfältige Berufsmöglichkeiten


BPhD/DPhG / 1784 Apothekerinnen und Apotheker sowie 451 Pharmaziestudierende haben sich an der ersten gemeinsamen Online-Umfrage des Bundesverbands der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) beteiligt. Wichtigste Gründe, ein Pharmaziestudium aufzunehmen, waren beziehungsweise sind demnach das »Interesse am Studium mehrerer naturwissenschaftlicher Fächer« (86,2 Prozent) sowie die »Vielfalt der Berufsfelder und Möglichkeiten« (57,2 Prozent).

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Wer heute Pharmazie studiert, möchte später einmal in einer öffentlichen Apotheke arbeiten. Diese oft gehörte These konnte durch die Online-Umfrage nicht gestützt werden. Von den 451 befragten Pharmaziestudierenden gaben nämlich nur 27,9 Prozent den »Berufswunsch öffentliche Apotheke« an. 25,7 Prozent möchten später gerne in der Pharmaindustrie arbeiten, 20,6 Prozent an einer Universität oder in der Forschung tätig sein.




Einer Umfrage zufolge plant nur rund ein Viertel der Pharmaziestudierenden, später in einer öffentlichen Apotheke zu arbeiten.

Foto: PZ/Müller


Nur 10,0 Prozent der Pharmaziestudierenden gaben die »Aussicht auf Übernahme einer Apotheke« als Grund für das Studium an. 880 der 1784 Befragten arbeiten derzeit in einer öffentlichen Apotheke, obwohl nur 35,6 Prozent von ihnen diesen Berufswunsch als Grund für die Aufnahme des Studiums angaben. Über die Gründe für diesen »Sinneswandel« kann die Umfrage leider keine Auskunft geben. Es ist geplant, diese Frage in einer zweiten Online-Umfrage zu klären.

 

Schüler für Pharmazie begeistern

 

Aus den Ergebnissen der Umfrage zeigt sich deutlich, dass das Interesse an mehreren naturwissenschaftlichen Fächern der Hauptgrund für ein Pharmaziestudium ist (86,2 Prozent). Deshalb sollte bei der Werbung des pharmazeutischen Nachwuchses gerade auf diesen Aspekt ein großes Augenmerk gelegt werden. Offenbar wissen viele Schulabgänger nicht, dass Pharmazie das ideale Fach ist, um das Interesse an Chemie, Biologie und Medizin in einem einzigen Studiengang zu kombinieren. Überraschenderweise gaben auch nur 3,6 Prozent der Befragten an, ihnen sei bei einer Berufsberatung das Fach Pharmazie empfohlen worden. Dieses schwache Ergebnis deckt sich mit den Erfahrungen vieler Hochschullehrer, die an Auswahlgesprächen mit Studienplatzbewerbern teilnehmen. Hier besteht Handlungsbedarf, denn die Berufsberatungen sind nach wie vor eine wichtige Institution für die Auswahl des Studiums.

 

Pharmazie – krisensichere Jobs

 

Während in der Gruppe der berufstätigen Apothekerinnen und Apotheker (1784) lediglich 22,5 Prozent angaben, die »geringe Arbeitslosigkeit« in der Pharmazie sei ein Grund gewesen, Pharmazie zu studieren, sind das in der Gruppe der jetzigen Pharmaziestudierenden deutlich mehr (39,5 Prozent). In wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist die Wahl eines »krisenfesten« Berufs wohl eher ein Motiv für das Studium als in wirtschaftlichen guten Zeiten. Auch früher legten Pharmaziestudierende anscheinend großen Wert auf wirtschaftliche Sicherheit. Die Tatsache, dass man als Vorexaminierter die Möglichkeit hatte, sich während des Studiums durch Vertretungen sowie Nacht- und Notdienste Geld zu verdienen, nannten die Teilnehmer in einem optionalen Feld für Anmerkungen häufig als weiteren Grund für das Pharmaziestudium. Da sich das Praktische Jahr heute an den universitären Teil der Ausbildung anschließt, hat dieser Grund jetzt keine Bedeutung mehr. / 

 

Maria-Christina Scherzberg, BPhD-Präsidentin

Dr. Petra Schoettler, DPhG-Vizepräsidentin

Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, DPhG-Präsident


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Beitrag erschienen in Ausgabe 04/2011

 

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