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Zukunft gestalten

EDITORIAL

 
Zukunft gestalten

Der Deutsche Apothekertag 2009 in Düsseldorf wird als ein Arbeitsapothekertag in die Geschichte eingehen. Es gab, abgesehen vom dritten Arbeitskreis, kaum kontroverse Diskussionen. Wer nach Düsseldorf gekommen war, um sich an spektakulären Redegefechten zu ergötzen, wurde enttäuscht. Schon in den Grußworten wurde deutlich, dass der Richterspruch des Europäischen Gerichtshofes vom 19. Mai dazu beigetragen hatte, dass der diesjährige Apothekertag in einer ruhigen Atmosphäre verlaufen konnte. In drei Arbeitskreisen wurde dann auch entsprechend dem Motto »Gesundheit braucht Verantwortung« sachlich über die Zukunft des Apothekenwesens und die Rolle des Apothekers in Deutschland diskutiert.

 

Die Apothekerschaft ist bereit, sich den Herausforderungen im Gesundheitswesen zu stellen; das wurde in Düsseldorf deutlich. Dabei sollten allerdings beide freien Heilberufe miteinander die richtigen Antworten finden. Die Zeiten müssen vorbei sein, in denen sich Apotheker und Ärzte gegenseitig misstrauisch beäugten, ob der eine vielleicht im Revier des anderen wildert. Erfreulich war, dass sich dieser Meinung auch der Vertreter der Ärzteschaft in der Diskussion anschloss.

 

Natürlich sind die Ärzte nicht die Einzigen, mit denen die Apotheker Hand in Hand arbeiten. Die Nadel des pharmazeutischen Kompasses müsse, so die Empfehlung des amerikanischen Kollegen William A. Zellmer, immer auf den Patienten zeigen. Mit allen Mitteln will man außerdem verhindern, dass Arzneimittelfälschungen in den legalen Vertriebsweg eingeschleust werden.

 

Die Apotheker und die Apotheken sind nach den Worten des ABDA-Präsiden- ten Heinz-Günter Wolf gerüstet, Verantwortung zu übernehmen. Deshalb war es besonders interessant, drei Tage vor der Bundestagswahl die Grußworte der Politiker zu hören. Von CDU/CSU und der FDP wurde versprochen, den Pick-up-Stellen als unakzeptablen Auswüchsen des Versandhandels gesetzlich zu begegnen, um eine »Apotheke light« zu verhindern. Auch werde man die Rabattverträge kritisch analysieren und überbordende Bürokratie abbauen. Nach dem Ergebnis der Wahl am Sonntag kann man den Gewinnern nur zurufen: Nun erfüllt mal eure Versprechen! Wir Apotheker helfen euch gerne, das Gesundheitswesen auf den richtigen Weg zu bringen, damit der Patient und die freien Heilberufe mehr Freiheiten haben!

 

Professor Dr. Hartmut Morck

Chefredakteur


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Beitrag erschienen in Ausgabe 40/2009

 

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