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Heilpflanzenanbau verstärken

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Heilpflanzenanbau verstärken

dpa  In Deutschland sollten nach Ansicht des Gießener Wissenschaftlers Bernd Honermeier mehr Arzneipflanzen angebaut werden. "Um die Nachfrage der Arzneimittelhersteller zu decken, wäre ein Mehrfaches der jetzigen Fläche notwendig", sagte der Professor für Pflanzenbau am Rande einer Fachtagung über nachwachsende Rohstoffe. 

Auf rund 10.000 Hektar bauten Landwirte derzeit Heilpflanzen wie Kamille, Johanniskraut oder Sonnenhut an. Zwei Drittel dieser Fläche liege in den drei Bundesländern Hessen, Thüringen und Bayern. Obwohl die Bedingungen für den Anbau vieler Arzneipflanzen in der Bundesrepublik günstig seien, scheuten Landwirte häufig den damit verbundenen Aufwand, berichtete Honermeier. Zur hygienischen Verarbeitung der Arzneipflanzen - pflücken, trocknen, reinigen und verpacken - müssten zunächst teure Maschinen gekauft werden.

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Noch werde ein Großteil der in Deutschland verarbeiteten Arzneipflanzen importiert, sagte der Wissenschaftler. Die auf dem Weltmarkt vertrieben Heilpflanzen hätten allerdings eine stark schwankende Qualität. Auch die Belastung mit Schwermetallen und die Verunreinigung mit Mykotoxinen falle sehr unterschiedlich aus. "Die Industrie hat daher Signale gegeben, die Produktion aus Deutschland trotz der höheren Preise künftig zu bevorzugen", berichtete Honermeier. Top

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Beitrag erschienen in Ausgabe 20/2002

 

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