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Weltklasse-Nachwuchs in Davos

MAGAZIN

 

PHARMACON DAVOS 2002

Weltklasse-Nachwuchs in Davos

von Hartmut Morck, Davos

Einmal mehr gab es während der Davoser Fortbildungswoche klassische Musik der Extraklasse. Den Veranstaltern war es dank der Unterstützung des Bad Vilbeler Pharmaunternehmens Stada gelungen, mit der 15-jährigen Geigerin Yuki Manuela Janke einen neuen Stern am Künstlerhimmel zu verpflichten. Die junge Virtuosin wurde bereits mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Am Klavier, begleitet von ihrer Schwester Ayumi, präsentierte Janke Stücke von Giuseppe Tartini, Ludwig van Beethoven, Eugène Ysaye, César Franck und Franz Waxmann sowie als Zugabe zwei Ungarische Tänze von Johannes Brahms.

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Mit der "Teufelstriller-Sonate" von Guiseppe Tartini (Sonate in g-moll für Violine und Klavier) hatten sich die beiden Künstlerinnen als Auftakt keine einfaches Stück ausgesucht. Insbesondere der letzte Satz der Sonate mit den so genannten Teufelstrillern, in denen Doppelgriffe und Trillerkette in der Oberstimme miteinander gekoppelt sind, forderte von Yuki Manuela Janke hohes technisches Können. Sie meisterte es mit Bravour. Das Zusammenspiel der beiden war von Harmonie und gegenseitiger Rücksicht geprägt. Ayumi Janke verstand es perfekt, ihre Schwester, die in diesem Stück die dominierende Rolle übernahm, dezent zu begleiten. Niemals überdeckte sie den weichen Klang der 260 Jahre alten Violine des Mailänder Geigenbauers Carlo Antonio Testore.

Beim zweiten Stück, der Sonate für Violine und Klavier G-dur op. 30 Nr. 3 bekamen die Zuhörer eine Ahnung davon, warum auch die 21-jährige Schwester bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Mit Engagement, Präzision und Virtuosität meisterte die Pianistin die Läufe in den beiden Allegro-Sätzen. Auch hier beeindruckte das exakte Zusammenspiel.

Ihr ganzes Können zeigte Yuki Manuela Janke in dem Solostück von Eugène Ysaye, der Sonate für Violine solo E-dur op. 27 Nr. 6. Nach der Pause fand das einmalige Konzerterlebnis für die Davoser Zuhörer seine Fortsetzung mit einem Stück von César Franck, der Sonate A-dur für Violine und Klavier, und der Carmen-Fantasie von Franz Waxmann. In beiden Stücken bestach die junge Geigerin mit Virtuosität, einer außerordentlichen Brillanz, perfekter Bogentechnik, die manche namhaften Geigenvirtuosen nicht beherrschen.

Das Publikum bedankte sich mit einem lang anhaltenden Applaus, in der Gewissheit, eine neue Weltklasse-Geigenvirtuosin erlebt zu haben. Das Duo verabschiedete sich mit den Ungarischen Tänzen 5 und 2 von Johannes Brahms als Zugaben. Top

© 2002 GOVI-Verlag
E-Mail: redaktion@govi.de


Beitrag erschienen in Ausgabe 05/2002

 

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