Pharmazeutische Zeitung online

Therapie bei akuten grippalen Infekten

08.10.2001  00:00 Uhr

ELEUTHEROCOCCUS SENTICOSUS

Therapie bei akuten grippalen Infekten

von Bernhard Aicher, Ulm, Hans-Jürgen Gund, Lahr und Alexander Schutz, Stuttgart

Adaptogen und immunmodulierend wirksame Phytopharmaka, die Extrakte aus Eleutherococcus senticosus (Rupr. et Maxim.) Maxim enthalten, zeichnen sich durch ein Wirkprofil aus, das sie als besonders interessant für die Behandlung viraler, aber auch bakterieller Infektionen erscheinen lässt. Die Pflanze und ihre Inhaltsstoffe, das pharmakologische und klinische Wirkprofil, die therapeutische Erfahrung sowie neue In-vitro-Untersuchungen und Kasuistiken werden hier vorgestellt.

Eleutherococcus senticosus (Rupr. et Maxim.) Maxim. ist ein mehrjähriger, 2 bis 3 m, selten bis zu 7 m hoch wachsender Strauch; er gehört botanisch zur Familie der Araliaceen. Die Gattung Eleutherococcus umfasst circa 30 Arten. Der wissenschaftliche Name leitet sich von den griechischen Worten "eleuderos" frei und "kokkos" Same, Korn her - ein Hinweis auf die Lage der Samen in der Frucht. Das lateinische Wort "senticosus" bedeutet dornenreich; tatsächlich sind die Zweige dicht mit schräg nach unten stehenden, etwa 5 mm langen nadelförmigen Stacheln besetzt. Diesen Stacheln verdankt er Namen wie Teufelsbusch, Teufelsbaum oder Stachelpanax. Die 6 bis 8 cm langen und 2 bis 4 cm breiten Blätter sind fünfzählig gefingert, wobei die mittleren Blättchen gleich groß und die beiden äußeren kleiner sind; die kleinen, gelblichen (weiblich) oder blauvioletten (männlich) Blüten stehen in einfachen Dolden. Die im September und Oktober reifenden Beeren (etwa 1 cm im Durchmesser) sind auffallend schwarz mit glatter Oberfläche. Die Früchte enthalten bis zu sechs halbmondförmig abgeplattete Samen in sternförmiger Anordnung (1).

Vorkommen und Verbreitung

Eleutherococcus senticosus (Rupr. et Maxim.) Maxim gedeiht vorwiegend in Südostsibirien, in den Gebieten um Khabarovsk und Primorski sowie den mittleren Amurgebieten; im Osten begrenzt durch die Insel Sachalin und Hokkaido, im Süden reichen die Vorkommen bis nach Südkorea sowie in die Nordprovinzen Chinas. In diesen Gebieten stehen dichte Koniferenwälder mit feuchtem Unterboden, in denen die Eleutherococcus-Sträucher ein ausgedehntes Dickicht bilden (1).

Aus Wurzel und Rhizom der in Russland nur aus kontrollierten Wildsammlungen gewonnenen Pflanze wird im Durchflussverfahren mit Ethanol 40 Prozent (V/V) ein Fluidextrakt hergestellt; die schonende Eindampfung unter Zusatz von geeigneten Trägerstoffen, anschließende Sprühtrocknung und Homogenisierung führt zum Trockenextrakt. Der Gehalt an Droge muss nach DAB 96 größer/gleich 6 Prozent sein. Russische Originalextrakte weisen in der HPLC-Analyse einen Eleutherosid B-Gehalt von 53 bis 56 mg/100 ml und einen Eleutherosid E-Gehalt von 75 bis 83 mg/100 ml auf (1).

Entdeckung als Arzneimittel

In der traditionellen chinesischen Volksmedizin findet man bereits im 3. Jahrhundert vor Christus Hinweise auf die heilende oder vorbeugende Wirkung von Eleutherococcus als Teezubereitung aus der Wurzelrinde; dagegen war er in der russischen Volksmedizin unbekannt (1). Vor etwa fünfzig Jahren begannen in der ehemaligen Sowjetunion systematische wissenschaftliche Untersuchungen mit dem Ziel, die Arzneipflanzen und Rezepturen der traditionellen, fernöstlichen Medizin zu erforschen. In Südostsibirien stieß man auf Eleutherococcus senticosus, der in diesen Untersuchungen dem Panax ginseng im Gesamtwirkprofil ebenbürtig und bei einigen spezifischen adaptogenen Wirkungen sogar überlegen war.

Nach umfangreichen pharmakologischen, klinisch-prophylaktischen und klinisch-therapeutischen Studien wurde der Flüssigextrakt ab 1962 in der Sowjetunion in die medizinische Praxis eingeführt (9). In Russland ist Eleutherococcus senticosus heute als Teezubereitung, Sirup und Tropfen weit verbreitet. Immungeschwächte Personen, insbesondere Kinder und Ältere, erhalten den Extrakt kurz vor oder mit Beginn von Infektionsperioden als kurmäßige Anwendung. In Deutschland sind entsprechende Lösungen und Dragées seit etwa zwanzig Jahren als zugelassene Arzneimittel verfügbar. Weltweit werden mehr als 20 Millionen Patienten pro Jahr mit Eleutherococcus Extrakt behandelt (21).

Breites Spektrum an Inhaltsstoffen

Bisher wurden mehr als fünfzig Inhaltsstoffe aus verschiedenen Pflanzenteilen isoliert (7, 8, 27, 15). Deren Spektrum unterscheidet sich grundlegend von dem von Panax ginseng, obwohl beide zur Gattung Araliaceae gehören. Es finden sich Phenylpropane, Lignane, Cumarine, Flavone, Phytosterole und Triterpensaponine, die von den russischen Autoren unabhängig von ihrer chemischen Konstitution mit dem Sammelnamen "Eleutheroside" belegt wurden. In den praktisch saponinfreien Wurzeln finden sich bevorzugt Phenylpropane wie die Eleutheroside B, B1, C, D und E sowie Eleutherane A, B, C, D, E, F und G (Polysaccharide). In den Wurzeln schwankt der Gesamteleutherosid-Gehalt zwischen 0,6 und 0,9 Prozent, der Gehalt an Syringin (Eleutherosid B), Isofraxidin (Eleutherosid B1) und Flavonen ist hier am höchsten. Jahreszeitlich findet sich in Wurzeln, Rhizomen und Stängeln der höchste Gehalt der genannten Inhaltsstoffe im Mai und Oktober, die niedrigsten Werte im Juli.

Die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen im Verbreitungsgebiet der Arzneipflanze förderten die Ausbildung von mehreren Chemodemen. Wurzeln aus China enthalten beispielsweise mehr Eleutherosid B als E, während solche aus Ostsibirien mehr E als B enthalten; Wurzeln aus Korea enthalten überhaupt kein Eleutherosid B.

 

Abwehr viraler Infektionen Bei der Bekämpfung von viralen Infektionen wirken die Virus-spezifische humorale Komponente des Immunsystems (Antikörper) mit dem Komplementsystem und dem zellulären Immunsystem (Natural-Killer-/NK-Zellen) zusammen (siehe 4, 5, 16). Dabei werden spezifische Mediatoren wie Interferon a (INF-a) und b (INF-b) sezerniert; dadurch werden die NK-Zellen aktiviert und in den noch nicht infizierten Körperzellen eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen die Virusinfektion induziert. NK-Zellen und T-Lymphozyten sezernieren ihrerseits INF-g, das Monozyten und Makrophagen aktiviert und über komplexe Prozesse zu den bekannten Begleitsymptomen einer viralen Infektion wie Fieber, Unwohlsein und Muskelschmerzen führt.

Die immunzelluläre Virusabwehr beruht auf den NK-Zellen und den zytotoxischen T-Lymphozyten (CD8+ und CD4+). Diese CTL erkennen virale Antigene auf der Oberfläche von infizierten Zellen, töten diese ab und begrenzen damit die Ausbreitung der Viren im Organismus. Darüber hinaus verstärken sie die antivirale Aktivität von T- und B-Lymphozyten und NK-Zellen, indem sie Interleukin 2 und 12 (IL-2, IL-12) sezernieren.

 

Phagozytose-Aktivität steigt

Bei der Phagozytose, einem der wichtigsten Mechanismen der unspezifischen zellulären Immunabwehr, wird ein pathogener Partikel zunächst in ein Phagosom aufgenommen, danach mit Lysosomen verschmolzen und durch die darin enthaltenen Enzyme zu kleinen, für den Organismus unschädlichen Molekülen abgebaut. Der Phagozytose-Index, ein Maß für die Phagozytosefähigkeit, erhöhte sich nach Stimulation von humanen Granulozyten und Monozyten mit Eleutherococcus senticosus-Extrakt in einem Konzentrationsbereich von 3,14 bis 0,0078 mg Droge/ml Testlösung signifikant um etwa 30 Prozent, nämlich auf Werte zwischen 3,56 ± 0,19 und 3,91 ± 0,41 bei den Monozyten sowie auf 2,79 ± 0,22 und 3,56 ± 0,5 bei den Granulozyten gegenüber den Kontrollwerten von 3,05 ± 0,13 und 2,62 ± 0,15 (26).

Die Proliferation und Erhöhung des Aktivierungsgrades immunkompetenter Zellen als Antwort auf virale oder bakterielle Infektionen ermöglichen es dem Organismus, die Immunabwehr schnell zu verstärken. Die Stimulation der Proliferation von humanen T-Lymphozyten kann in vitro sowohl durch die Zahl der zur "spontanen" Rosettenbildung fähigen ("aktive" T-Lymphozyten) als auch durch die Gesamtzahl der zur Rosettenbildung fähigen T-Lymphozyten quantifiziert werden. Bei den B-Lymphozyten wird die Zahl der zur Komplement-vermittelten Rosettenbildung befähigten Zellen bestimmt. Durch die Zugabe von Eleutherococcus-Extrakt erhöhte sich die Zahl der "aktiven" T-Lymphozyten, der Gesamt-T-Lymphozyten und der Rosetten-bildenden B-Lymphozyten aus dem Blut gesunder Blutspender in vitro um etwa 55 Prozent; ähnliche Beobachtungen wurden im Blut von Brustkrebs-, Magenkarzinom- und Melanom-Patienten gemacht (14).

Die Stimulierung der Phagozytose-Aktivität konnte auch in vivo durch den Carbon-Clearance-Test an der Maus nachgewiesen werden. Dabei wurde die Konzentration der Tuschepartikel im durch Punktion gewonnenen Blut photometrisch bestimmt. Die Mäuse erhielten den Extrakt entweder einmalig intraperitoneal oder über zwei Tage dreimal täglich 1 oder 10 mg/kg Körpergewicht per os verabreicht; die Phagozytose-Aktivität wurde aus dem Verhältnis der Regressionskoeffizienten der Verumgruppe (RCe) und der Kontrollgruppe (RCc) bestimmt. Nach parenteraler Applikation ergab sich ein RCe/RCc von 2,1 und 2,9 und nach peroraler Gabe ein Wert von 2,0. RCe/RCc-Werte über 1,5 bedeuten eine starke Steigerung der Phagozytose-Aktivität (25).

In-vitro-Tests zeigen Immunmodulation

In einer neuen Untersuchung (20) wurde ein immunpharmakologisches Profil des Fluidextraktes in vitro erarbeitet. Als Testansätze diente eine Verdünnungsreihe in einem Bereich von 1:23 bis 1:35 000 entsprechend einer Fluidextrakt-Konzentration von 3mg/ml bis 2µg/ml Lösung. Bestimmt wurden

  • die Expression von MHC-Klasse-I- und -II-Molekülen in mononukleären Phagozyten aus dem Knochenmark von Ratten,
  • verschiedene immunologische Marker humaner Lymphozyten: HLA-DR/CD3, CD25 (IL-2R), CD4/Ki67 und CD8/Ki67 sowie
  • die Aktivität humaner Lymphozyten in vitro durch die Bestimmung der Zellprodukte Neopterin, b-2-Microglobulin, TNF-a; IL-1a und IL-6.

Der alkoholische Gesamtextrakt induzierte die Produktion von IL-1a und IL-6 in Form einer glockenförmigen Dosis-Wirkungskurve. IL-1a und IL-6 versetzen den Organismus in die Lage, innerhalb kürzester Zeit auf eine Infektion zu reagieren. Die optimalen Extraktkonzentrationen für den stimulierenden Effekt liegen bei 1,0 bis 0,1 mg/ml (IL-1a) und bei 1,0 bis 0,03 mg/ml (IL-6); die reinen Eleutheroside B und E sowie das Gemisch von B und E waren wirkungslos. Unbeeinflusst blieben dagegen die Expression von MHC-Klasse-I- und -II auf Knochenmarks-Makrophagen sowie die Marker für eine klonale Lymphozytenproliferation wie CD25 (IL-2R), CD4/Ki67 und CD8/Ki67. Auch die Synthese von IL-2, Neopterin und b-2-Microglobulin wurde weder durch den Extrakt noch durch die reinen Eleutheroside B und E oder deren Gemisch angeregt.

In einem Vollblut-Kultursystem (dieses kommt unter den In-vitro-Testsystemen den Verhältnissen in vivo am nächsten) wurde der Einfluss von Eleutherococcus senticosus auf Zytokin-abhängige immunologische Regulationsmechanismen untersucht (17). Verwendet wurde das Blut von zehn gesunden Blutspendern im Alter zwischen 24 und 45 Jahren. Getestet wurde eine Verdünnungsreihe in den Konzentrationsstufen 1:125 bis 1:32.000. Der Extrakt induzierte in höheren Verdünnungsgraden die IL-6 Synthese, während die niedrigste Verdünnung (1:125) inhibierend wirkt (annähernd glockenförmige Dosis-Wirkungs-Beziehung). Die G-CSF-Freisetzung stieg bei der Verdünnungsstufe 1:500 moderat an (glockenförmige Dosis-Wirkungs-Kurve), wobei individuelle Unterschiede zwischen den Spendern auftraten. Die IL-12-Synthese wurde dosisabhängig supprimiert, die Synthese und Freisetzung von Rantes (ein b-Chemokin) dagegen dosisabhängig induziert. Die Freisetzung von IL-4 und IL-5 wurde in niedrigeren Verdünnungsstufen gehemmt.

Der Fluidextrakt modulierte in diesem Vollblut-Kultursystem in vitro sowohl Teile der angeborenen unspezifischen als auch Komponenten der adaptiven Antigen-spezifischen Immunabwehr. Interessanterweise variierte der Effekt der Behandlung auf bestimmte Immunparameter inter- und intraindividuell. Dies könnte auf eine von der individuellen Ausgangslage der Immunabwehr abhängige Modulation und damit auf den adaptogenen Charakter des Fluidextraktes hindeuten.

Antivirale Wirkung bei Mäusen

Die antivirale Wirkung von Eleutherococcus konnte 1986 durch die experimentelle Infizierung von Mäusen mit einem Influenza Typ A-Virus gezeigt werden; gleichzeitig begann die perorale Applikation des Fluidextraktes. Am zweiten und dritten Tag nach der Virusinokulation lag der Virustiter in den Lungen der Kontrollgruppe um den Faktor 4,5 höher als in der Verumgruppe. Am fünften und sechsten Tag war im Lungengewebe der Mäuse der Verumgruppe kein Virustiter mehr bestimmbar, während dieser in der Kontrollgruppe unverändert hoch lag (6). Diese Ergebnisse bestätigten frühere Befunde (23). Eine direkte antivirale Wirkung ist belegt. Als möglicher Mechanismus gilt eine Inhibition der Virusreplikation in der Zielzelle. Zusätzlich gab es Hinweise, dass auch die Synthese von Interferonen gesteigert ist (24).

Dass in Wasser gelöster Trockenextrakt in vitro direkt antiviral wirkt, wurde im Neutralrot-Farbtest an Mäusefibroblasten und im Plaque-Reduktionstest an HeLa-Zellkulturen gezeigt. Die Mäusefibroblasten wurden in Kultur mit dem Extrakt inkubiert und danach mit dem Vesicular-Stomatitis-Virus (VSV) infiziert. Da nur lebende, von Virus nicht befallene Zellen den Farbstoff aufnehmen, kann die Veränderung der Extinktion als eine der Virushemmung proportionale Messgröße spektralphotometrisch bestimmt werden. Gegenüber den Kontrollen zeigte sich eine Virushemmung um etwa 35 Prozent. Eine zytotoxische Wirkung des Extraktes wurde nicht beobachtet (24).

Wirksam gegen RNA-Viren

Die antivirale Wirkung von Eleutherococcus gegen bestimmte humanpathogene Viren wurde kürzlich mit modernen validierten Methoden an Zellkulturen untersucht (10). Getestet wurden eine Verdünnungsreihe aus dem ethanolischen Fluidextrakt in einem Bereich von 1:80 bis 1:2560, ein unter "Stress" gelagerter Fluidextrakt (ein Monat bei 50 °C) und ein Trockenextrakt. Um das Spektrum der humanpathogenen Viren, die durch die antivirale Wirkung der Droge abgedeckt werden, auszuloten, wurden verschiedene Virustypen getestet:

  • humanes Rhinovirus 14 (HRV 14), ein unbehülltes einzelsträngiges RNA-Virus,
  • Respiratory Syncytial virus (strain Long) (RSV) und Influenza A/Chile 1/83 (H1N1) Virus, zwei behüllte einzelsträngige RNA-Viren,
  • Adenovirus 5 (Adeno 5), ein unbehülltes doppelsträngiges DNA-Virus, und
  • Herpes simplex Typ 1 Virus (HSV1), ein behülltes doppelsträngiges DNA-Virus.

Alle Viren wurden aus nasopharyngealem Sekret oder Sekret der oberen Atemwege gewonnen und durch monoklonale Antikörper identifiziert. Als aktive Kontrollen dienten Aciclovir, Ribavarin und Amantadin. Als Virusassays wurden Hämagglutinations-, Enzymimmuno- und Plaquereduktionsassays verwendet. Die Applikation des Extraktes erfolgte nach der Infektion der Zielzellen mit den Viren. Um zytotoxische Effekte auszuschließen, wurde als höchste Extraktkonzentration die Verdünnung von 1:80 gewählt. Die Ergebnisse:

  • Der Extrakt zeigt eine eindeutige, direkte, also nicht immunvermittelte antivirale Aktivität gegen behüllte (Influenza A, RSV) und unbehüllte RNA-Viren (HRV).
  • Es scheint sich um eine selektive Wirkung gegen RNA-Viren zu handeln. Gegen DNA-Viren war keine Aktivität nachweisbar.
  • Die unterschiedliche Effektivität des Extraktes, die bei RSV-Infektionen vielfach höher war als bei Influenza A oder HRV, könnte mit der unterschiedlichen Replikationsgeschwindigkeit der Viren zusammenhängen. Ein langsam replizierendes Virus wie RSV scheint effektiver gehemmt zu werden als schnell replizierende Viren.
  • Die antivirale Aktivität blieb auch nach der Stresslagerung des Fluidextraktes erhalten.
  • Der Trockenextrakt zeigte eine dem Fluidextrakt vergleichbare antivirale Aktivität.

Lymphozyten werden auch in vivo aktiviert

Die Stimulation der Lymphozyten-Phagozytose-Leistung nach peroraler Applikation wurde in einer doppelblinden klinischen Studie an 14 Probanden nachgewiesen (6). Die Probanden nahmen über sieben Tage Eleutherococcus-Fluidextrakt einmal täglich ein. Die Blutabnahmen zur Lymphozytenpräparation erfolgten zu Studienbeginn, nach sieben und nach 28 Tagen. Im Farbpartikel-Phagozytosetest (Inkorporation von Nitroblau-Tetrazolium-Partikeln) wurde der Prozentsatz "aktiver Lymphozyten" bestimmt. Vor Applikation des Fluidextraktes lag er in der Verum- sowie der Placebogruppe bei etwa 34 sowie 36 Prozent. Am 7. und 28. Tag lag er in der Verumgruppe bei 65 und 53 Prozent, in der Placebogruppe bei 31 und 33 Prozent. Die präklinisch gezeigte gesteigerte Phagozytoseaktivität ließ sich also klinisch belegen.

In einer weiteren doppelblinden, placebokontrollierten Studie an 36 Probanden wurde der Einfluss eines Handelspräparates (Eleu-Kokk®) auf Anzahl und Aktivierungszustand von Lymphozyten-Subpopulationen untersucht (2). Die Probanden erhielten vier Wochen lang dreimal täglich 10 ml Fluidextrakt oder Placebolösung peroral. Die Lymphozytenzahl nahm unter Verum um etwa 45 Prozent zu, unter Placebo um etwa 10 Prozent ab; die T-Zellen nahmen in der Verumgruppe um circa 60 Prozent zu, unter Placebo demgegenüber um 10 Prozent ab. Der Anteil der aktivierten T-Zellen und die T-Helferzellen erhöhten sich unter Verum um etwa 85 und 70 Prozent, in der Kontrolle nahmen sie um 10 Prozent zu beziehungsweise die der T-Helferzellen um 10 Prozent ab. Unter Eleutherococcus-Einnahme steigerte sich die Zahl der zytotoxischen T-Zellen um etwa 50 Prozent, unter Placebo sank sie um circa 10 Prozent. Die NK-Zellen stiegen in der Verumgruppe um etwa 30 Prozent und blieben in der Placebogruppe nahezu unverändert. Die Zahl der B-Lymphozyten nahm bei Verum um etwa 40 Prozent und bei Placebo um etwa 20 Prozent zu. Die Studie zeigt, dass das Extraktpräparat die für die Abwehr von viralen und bakteriellen Infektionen besonders wichtigen Teile der zellulären Immunabwehr quantitativ und in ihrem Aktivierungsgrad ("priming") stärken konnte.

Klinisch-prophylaktische Wirkungen

Diese Beobachtung wurde auch bei Kindern gemacht. 838 Kinder mit einem geschwächten Immunsystem (diagnostiziert wurden eine verringerte Zahl an T- und B-Lymphozyten sowie eine Verringerung deren Aktivierungsgrads) erhielten über zwei Monate unmittelbar vor einer Periode mit dem höchsten Influenza-Infektionsrisiko täglich den Fluidextrakt (13). Gegenüber der Placebokontrolle stieg die Anzahl der T-Lymphozyten um etwa 25 Prozent und die der B-Lymphozyten um 20 Prozent. In der Verumgruppe erkrankten zehn Prozent weniger Kinder als in der Kontrollgruppe, an Pneumonien litten sogar 60 Prozent weniger.

Auf ein effektives "Priming" des Immunsystems weisen klinische Daten von 1376 Personen hin; eine Hälfte erhielt zu Beginn einer Influenza-Virus-Epidemie täglich Eleutherococcus-Fluidextrakt, die andere Hälfte eine Placebolösung (18). An Zielparametern wurden typische Komplikationen wie Pneumonien, Bronchitiden, maxilläre Sinusitiden und Mittelohrentzündungen erfasst sowie die allgemeine Morbiditätsrate. Komplikationen waren in der Verumgruppe signifikant seltener als in der Placebogruppe, die Morbiditätsrate war jedoch vergleichbar. Die Infektionen verliefen in der Verumgruppe leichter, und die Patienten erholten sich rascher.

Kasuistiken zu Akutprophylaxe und Therapie

Die Ergebnisse der russischen Studien und positive eigene Erfahrungen, die zwei der Autoren bei der Behandlung ihrer Patienten, die an rezidivierenden Virus-Infektionen ("grippalen Infekten") litten, mit einem Eleutherococcus-Fertigarzneimittel (Eleu-Kokk® Lösung und Dragees)  gemacht hatten, gaben den Anstoß, die Kasuistiken einzelner Patienten über einen Zeitraum von mehreren Jahren systematisch zu dokumentieren und auszuwerten.

Von jedem Patienten wurden drei bis vier Infektionsepisoden dokumentiert, bei denen kein Eleutherococcus verabreicht worden war. Die Behandlung bestand beispielsweise aus Rhinologika, Sympathomimetika, Mucolytika, physikalischen Methoden (Rotlicht, Mikrowelle) oder Inhalationen. Ebenso wurden drei bis vier Infektionsepisoden, bei denen ausschließlich oder zusätzlich Eleutherococcus (Eleu-Kokk® Lösung und Dragees) verabreicht worden waren, dokumentiert. Sowohl die klinischen Befunde als auch die Patientenangaben zur subjektiven Symptomatik wurden zu Beginn und am Ende der Erkrankung dokumentiert. In Anlehnung an publizierte Methoden wurden alle Angaben zur Symptomatik qualitativ und quantitativ mittels vierstufiger Verbalskalen erfasst. Die erste Visite erfolgte innerhalb von zwei bis drei Tagen, nachdem die Patienten erste Anzeichen einer Erkältungskrankheit verspürten, die zweite Visite nach Eintreten einer deutlichen Besserung oder nach etwa einer Woche. Da zur Erfassung der subjektiven Symptomatik im deutschsprachigen Raum keine validierten Skalen vorliegen, wurden einzelne "Symptom-Items" erfasst, die nach der klinischen Erfahrung von den Patienten am häufigsten im Zusammenhang mit primär viralen Infektionen der oberen Atemwege angegeben werden (22, 19, 12).

Ausgewertet wurde die Veränderung der Symptomatik und des klinischen Befundes zwischen erster und zweiter Visite. Die einzelnen Items wurden wiederum in Anlehnung an entsprechende Publikationen (11) zu vier Summenscores zusammengefasst:

  • Erkältungsscore: Allgemeinbefinden, Müdigkeit, Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit und Fieber;
  • Rhinitisscore: Laufen der Nase und Verstopfung der Nase;
  • Bronchitisscore: Häufigkeit und Schweregrad des Hustens;
  • Schmerzscore: Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Gliederschmerzen und Kopfschmerzen.

Jedes Item ging in die Summenscores gleichgewichtet ein. In der Tabelle ist für jede Kasuistik die Differenz der jeweiligen Summenscores als Summe der Differenzen der einzelnen Items zwischen Visite 1 und Visite 2 angegeben. Eine Verbesserung eines Symptoms von Visite 1 zu Visite 2 ging positiv, eine Verschlechterung mit negativem Vorzeichen in die Auswertung ein. Aus den Differenzen der Summenscores wurde ein Gesamtscore berechnet, der gleichzeitig die Summe der Differenzen aller einzelnen Symptom-Items angibt. Auch die Schleimhautrötung und der Sonographie-Befund wurden in vier- oder dreistufigen Skalen quantitativ erfasst. Angegeben sind wiederum der Mittelwert der Differenzen als Verbesserungen (positive Werte) oder Verschlechterungen (negative Werte) zwischen Visite 1 und Visite 2, außerdem die Krankheitsdauer in Tagen, die nach dem Verschwinden der Beschwerden erfragt wurde.

 

Tabelle: Ergebnisse von acht Patienten, die an rezidivierenden Infekten der mittleren und oberen Atemwege leiden und jeweils mindestens zwei Infektionsepisoden ohne und mindestens zwei Episoden mit Eleu-Kokk® behandelt wurden. Nähere Erklärung im Text.

Pat.-Initialen, Alter, Geschlecht, Tabak-, Alkoholkonsumje zwei Episoden ohne und mit EleutherococcusVerbesserungKrankheits-
dauer (in Tagen)
Erkältungs-
score
Rhinitis-
score
Bronchitis-
score
Schmerz-
score
Gesamt-
score
Klinischer Befund: Schleimhaut-
rötung
Klinischer Befund: Sono-
graphie
M. S., 35 J., w., NR, gelegentlich Alk.ohne 2,51,51,03,58,51,01,06,0mit 5,53,53.04,516,51,51,05,5S. M., 47 J., w., NR, gelegentlich Alk.ohne 2,51,02,01,08,00,50,56,0mit 4,03,02,55,014,51,01,04,5K. H., 57 J., m., NR, mittlerer Alk.ohne 2,02,03,03,010,01,00,58,5mit 3,02,52,04,011,50,51,07,5D. G., 54 J., w., R, mittlerer Alk.ohne 2,00,51,53,57,51,50,07,5mit 4,52,52,04,013,02,01,06,0U. H., 34 J., m., R., seltener Alk.ohne 2,00,51,03,57,00,50,56,5mit 4,02,53,04,514,01,01,00,5H. S., 77 J., m., NR, gelegentlich Alk.ohne 2,51,00,51,55,50,5-0,58,5mit 3,00,50,52,56,5-0,50,59,0R. A., 47 J., m., NR, seltener Alk.ohne 1,51,00,51,04,01,00,59,0mit 2,52,02,52,09,01,01,07,5R. G., 45 J., w., R., gelegentlich Alk.ohne 1,01,01,01,54,51,01,08,0mit 3,52,03,02,010,51,51,56,5

w: weiblich; m: männlich; NR: Nichtraucher; R: Raucher; Alk.: Alkoholkonsum 

 

Diskussion der Kasuistiken

Die Bekämpfung einer viralen Infektion obliegt dem Immunsystem, das medikamentös unterstützt werden kann. Präklinische In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen zeigen, dass der Extrakt aus Eleutherococcus senticosus (Rupr. et Maxim.) Maxim die Phagozytosefähigkeit der Mono- und Granulozyten erhöht, die T- und B-Lymphozyten über die Stimulierung von IL-1 und IL-6 aktiviert und damit zu einem Priming immunkompetenter Zellen führt. Publiziert ist zudem eine direkte, also nicht über das Immunsystem vermittelte, antivirale Wirkung gegen behüllte und unbehüllte RNA-Viren. Die erhöhte Phagozytose-Aktivität zeigte sich auch in klinischen Studien, ebenso konnte eine Proliferation der T- und B-Lymphozyten, der T-Helferzellen, der zytotoxischen T-Zellen sowie der NK-Zellen nachgewiesen werden.

Diese positiven Befunde können allerdings nicht einfach auf den Patienten extrapoliert werden. Hierfür sind adäquate klinische Erkenntnisse und dem "state of the art" entsprechende klinische Studien notwendig. Da die Prophylaxe- und Therapiestudien aus dem russischen Sprachraum zwar große Patientenzahlen aufweisen, die publizierten Daten aber einige für eine medizinisch-wissenschaftliche Bewertung wichtige Fragen offen lassen, kommt den dargestellten Kasuistiken eine wichtige Rolle zu. Auch wenn Kasuistiken prinzipiell in ihrem wissenschaftlichen Aussagewert nicht an den von randomisierten kontrollierten Doppelblindstudien heranreichen, können sie wichtige Hinweise auf den therapeutischen Wert eines Medikaments für einzelne Patienten geben.

Kritisch anzumerken ist, dass zur Erfassung der subjektiven Symptomatik von Erkältungskrankheiten keine validierten Skalen vorliegen. In den wenigen Studien wurden zwar ähnliche Skalen verwendet, doch scheint die Auswahl der einzelnen Items sowie ihre Gewichtung und Zuordnung zu Summenscores recht willkürlich zu erfolgen. Item-Analysen zu diesen Skalen liegen (soweit uns bekannt) nicht vor. Diese Kritik trifft sicher auch auf die von uns verwandten Skalen zu. Es ist zu hoffen, dass diese methodischen Schwachpunkte, die für die geplanten klinischen Studien ein noch deutlich größeres Problem darstellen, in näherer Zukunft behoben werden können.

Aus den Ergebnissen der acht Kasuistiken kann man folgern, dass Eleutherococcus eine interessante Ergänzung, bei einigen Patienten vielleicht sogar Alternative zur "klassischen" medikamentösen Intervention mit Antihistaminika, Anticholinergika, Mucolytika, Antitussiva und Rhinologika darstellen kann, die bei kritischer Würdigung der Daten oft nicht zu befriedigenden Ergebnissen führen (19). Mit der Eleutherococcus-Behandlung war ein rascheres und ausgeprägteres Abklingen der subjektiven und klinischen Symptomatik sowie eine therapeutisch relevante Verkürzung der Erkrankungsdauer um einen bis zwei Tage zu erreichen. In Übereinstimmung mit den Befunden der russischen Studien verhindert die Behandlung eine Infektion nicht (18, 13).

Eleutherococcus senticosus werden neben immunmodulierenden auch adaptogene Wirkungen wie erhöhte Stressresistenz und allgemeine Leistungssteigerung zugeschrieben (1). Inwieweit diese für die klinischen Effekte zumindest mitverantwortlich sind, ist aus den Kasuistiken nicht zu erkennen. Dass psychologischer Stress aber direkt und "dosisabhängig" das Risiko für Erkältungskrankheiten erhöht, kann seit längerem als erwiesen gelten (3).

 

Literatur

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  2. Bohn, B., Nebe, C. T., Birr, C., Durchflusszytometrische Untersuchungen auf immunologische Wirkungen von Eleutherococcus senticosus-Extrakt. Arzneim.-Forsch./Drug Res. 37 (1987) 1193-1196.
  3. Cohen, S., Tyrrell, D. A. J., Smith, A. P., Psychological stress and susceptibility to the common cold. NEJM 325 (1991) 606-612.
  4. Delves, P. J., Roitt, I. M., The Immune System - first of two parts. NEJM 343 (2000) 37-49.
  5. Delves, P. J., Roitt, I. M., The Immune System - second of two parts. NEJM 343 (2000) 109-117.
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  8. Farnsworth, N. R., et al., Siberian Ginseng (Eleutherococcus senticosus): Current Status as an Adaptogen. In: Wagner, H., Hikino, H., Farnsworth, N. R., Economic and Medicinal Plant Research. Band I, Academic Press, London 1985, S. 155-215.
  9. Fulder, S., The drug that builds Russians. New Scientist 87 (1980) 576-579.
  10. Glatthaar-Saalmüller, B., Sacher, F., Esperester, A., Antiviral activity of an extract derived from Roots of Eleutherococcus senticosus. Antiviral. Res. 50 (2001) 223-228.
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Die Autoren

Dr. rer. nat. Bernhard Aicher (Diplom-Biologe) beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit präklinischen und klinischen Fragen zu Eleutherococcus senticosus. Er ist federführender Autor der Monographie zu Eleutherococcus in Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis von 1998 und Koautor weiterer wissenschaftlicher Publikationen. Aicher leitet in der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung den Fachbereich Selbstmedikation der Boehringer Ingelheim Pharma KG.

Dr. med. Hans-Jürgen Gund ist HNO-Facharzt und seit 1982 Arzt für Naturheilverfahren. Er war als Studienleiter an verschiedenen klinischen Studien beteiligt. Sein wissenschaftlicher Interessensschwerpunkt ist unter anderem der Einsatz von Phytotherapeutika bei chronischen Erkrankungen der oberen Atemwege.

Dr. med. Alexander Schutz ist HNO-Facharzt und verfügt über langjährige Erfahrung in der Therapie von rezidivierenden Infekten der oberen Atemwege mit Eleutherococcus senticosus-Extrakten. Seit mehr als zehn Jahren ist die Methodologie klinischer Studien, insbesondere bei HNO-Erkrankungen, einer seiner Interessensschwerpunkte. Schutz war an der Entwicklung mehrerer Erfassungsinstrumente zur Objektivierung therapeutischer Effekte beteiligt.

 

Für die Verfasser:
Dr. med. Alexander Schutz
Marktstraße 69
70372 Stuttgart
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