Die Zeitschrift der deutschen Apotheker

 

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Ausgabe 18/1997

INHALT 18/1997

 
PZ Pharmazeutische Zeitung   Govi-Verlag PZ 18 INHALT
 

Editorial
Fortbildung: nicht nur Chefsache

Titel
Heparine, Heparinoide und Hirudoide bei Lungenembolie und Thrombosen
Man schätzt, daß in Deutschland etwa 30 000 bis 40 000 Menschen pro Jahr an einer schweren Lungenembolie sterben. Etwa fünfmal so viele können zwar erfolgreich behandelt werden, doch läßt sich aus den hohen Behandlungskosten und der relativ hohen Inzidenz an Folgekomplikationen ableiten, daß die Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe und -therapie sowie die Durchführung einer rasch aussagekräftigen Diagnostik aus sozialmedizinischer und volkswirtschaftlicher Sicht dringend optimiert werden müssen.

Politik
NOG: Ausstieg aus Kostenerstattung für Arzneimittel - DAV-Wirtschaftsforum
Die Gesundheitspolitik in Deutschland ist so launisch wie das Aprilwetter. Mit dieser Feststellung eröffnete der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Hermann S. Keller, seinen diesjährigen politischen Lagebericht in Baden-Baden. Schwerpunkt seiner kritischen Analyse waren die Neuordnungsgesetze.

Der Markt soll es richten - DAV-Wirtschaftsforum
Bei ihren Versuchen, den Versandhandel mit Arzneimitteln europaweit zu unterbinden, dürfen die Apotheker nicht mit allzu großer Unterstützung der Europäischen Union rechnen. Auf dem DAV-Wirtschaftsforum in Baden-Baden machte EU-Kommissar Martin Bangemann deutlich, daß die Union nicht beabsichtigt, eine einheitliche Regelung in allen Staaten der Gemeinschaft herbeizuführen. Er selbst vertraut bei den meisten Fragen auf die heilende Kraft des Wettbewerbs.

Der Weg zu Richtgrößen ist noch weit
Krankenkassen und Ärzte haben recht unterschiedliche Vorstellungen davon, wie die arztgruppenspezifischen Richtgrößen festgesetzt werden sollen. So plädieren Ärzte für eine Festlegung, die ihnen innerhalb eines bestimmten Finanzrahmens weitgehende Therapiefreiheit einräumt. Auf einer Atrium-Veranstaltung in Königswinter schlug Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Angestellten-Krankenkassen, unterschiedliche Richtgrößen für unverzichtbare, unumstrittene und sonstige Arzneimittel vor.

Außerdem in der Druckausgabe:
DAV-Wirtschaftsforum Baden-Baden:
- Qualitätssicherung für die Zukunft
- Verbraucherschutz ist wichtiger - PZ-Kommentar
- Pieck: Die Rechtslage ist eindeutig
- Neue Wege zu noch mehr Kommunikation
- Personaleinsatz rationalisieren und Kosten sparen
- Posé: Jeder hat die Mitarbeiter, die er verdient
- Votum gegen die Rechtswidrigkeit
Aids ist immer noch tödlich
Wirrwarr der Gutachterdienste will SPD ordnen
Drogenprojekt in der Schweiz doch kein gutes Vorbild
Meldungen

Pharmazie
Ein ideales Schlafmittel gibt es nicht
Die auf Tierversuchen basierende Hoffnung, man könne einen körpereigenen Schlafstoff und damit auch ein ideales Schlafmittel finden, hat sich nicht bewahrheitet. Weder die am Markt befindlichen synthetischen Hypnotika noch Phytopharmaka erfüllen die Kriterien eines idealen Präparates gegen Schlafstörungen. So lautete das Fazit der Vorträge von Dr. Ulrich Voderholzer, Mediziner aus Freiburg, und Professor Dr. Adolf Nahrstedt, Pharmazeutischer Biologe aus Münster, anläßlich des 25. Fortbildungsseminars der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg Ende März in St. Blasien-Menzenschwand.

Morbus Parkinson: fünf neue Wirkstoffe am Start
Eine effizientere Therapie für Patienten mit Morbus Parkinson verspricht sich Dr. Gudrun Ulm aus Kassel von einigen Wirkstoffen, die noch in diesem Jahr eingeführt worden. Das erklärte die Medizinerin auf einer Veranstaltung der Parkinson-Vereinigung Ende März in Hamburg.

Gesundheitscheck als Chance für die Apotheken
"Es geht nicht darum, daß die Apotheke in die Diagnose eingreift. Das ist nicht so und soll auch nicht so sein", betonte Professor Dr. Horst Weber vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Universität Düsseldorf am 27. April bei einem Seminar im Rahmen des 34. DAV-Wirtschaftsforums in Baden-Baden. Er bezog sich dabei auf die von vielen Apotheken angebotene Bestimmung von Risikofaktoren im Blut, die durch eine bundesweite Aktion zur Zeit verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt ist.

Außerdem in der Druckausgabe:

Informatik in der Pharmazie
Benediktenkraut - Serie Mikro-DC
Eugynon 21: Importe im Qualitätsvergleich
Neuer Wirkstoff für Typ-II-Diabetiker
Neues Migränepräparat in England eingeführt

Medizin
Mit dem Sommer kommen auch die Parasiten
Mit Erkrankungen, die durch Zecken übertragen werden, beschäftigte sich ein internationales Symposium in Berlin. Die FSME tritt weitgehend regional begrenzt auf. Daher wird nur für die Endemiegebiete eine Impfung empfohlen. Borreliosen sind in ganz Deutschland verbreitet und gut behandelbar. Ein anderer Parasit, der
Kleine Fuchsbandwurm verursacht die lebensbedrohliche alveoläre Echinokokkose. Die Sterblichkeit liegt dabei nach Angaben des Robert-Koch-Institutes zwischen 50 und 90 Prozent.

Fibromyalgie: Neue Erkenntnisse zur Therapie
In Deutschland leiden nach Angaben der Rheumaliga mehr als eine Million Menschen an Fibromyalgie, einem generalisierten Weichteilrheumatismus, der mit chronischen Schmerzen im ganzen Körper, Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Depressionen einhergeht. Die Ursachen des Syndroms sind unklar. Nicht selten werden die Patienten als Simulanten behandelt.

Außerdem in der Druckausgabe:
Malaria-Schnelltest in der Reisetasche
Herzglykoside: leichter Nutzen bei Insuffizienz

Magazin
Glaxo: "Welcome in Great Britain"

Wirtschaft und Handel
Preispolitik hat sich bei der Stada bewährt
1996 erlöste der Stada-Konzern einen Umsatz von 343 Millionen DM, das sind 29,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch mit dem operativen Ergebnis von 20,5 Millionen DM und einem ausgewiesenen Überschuß von 13,5 Millionen DM ist der Vorstand zufrieden. Besonders stolz ist er auf das Vorrücken auf den fünften Platz in der Rangliste der führenden Anbieter der Pharmabranche nach verkauften Packungen in Deutschland.

BI wird in Deutschland Stellen abbauen
Boehringer Ingelheim wird bis zur Jahrtausendwende in Deutschland 1.100 Stellen abbauen. Der Grund: 1996 stieg der Umsatz in Deutschland nur um 2 Prozent. International konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 10 Prozent auf knapp 7,1 Milliarden DM steigern.

Außerdem in der Druckausgabe:
BFH bestätigte Urteile der Finanzgerichte - Steuertip
Vertrauen - Pharmabörse
Marktkompaß - Neue Produkte, Informationen
Meldungen

   

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