Die Zeitschrift der deutschen Apotheker

 

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Ausgabe 17/1997

INHALT 17/1997

 
PZ Pharmazeutische Zeitung   Govi-Verlag PZ 17 INHALT
 

Editorial
Ein Stück apothekerliche Kompetenz

Titel
Der NMDA-Rezeptor und seine Liganden bei cerebraler Ischämie
Die starke Stimulation der NMDA-Rezeptoren nach einem Schlaganfall läßt Nervenzellen absterben. NMDA-Antagonisten können die Rezeptoren blockieren und so Schäden reduzieren. Eine Reihe von neuroprotektiven Antagonisten wurde bereits entwickelt.

Politik
Wirtschaftliche Lage nicht befriedigend
Kein gutes Jahr war 1996 für die deutschen Apotheken. Der Umsatz stieg um lediglich 4,5 Prozent an, heißt es im Bericht der ABDA zur wirtschaftlichen Lage. Wenig erfreulich hat sich auch die Umsatzrendite entwickelt, sie lag im vergangenen Jahr bei 0,9 Prozent. Angesichts dieser Zahlen erscheint die Forderung nach alternativen Vertriebswegen noch absurder.

Versandhandel: Einsparungen im Promillebereich
Obwohl sich der Gesetzgeber strikt gegen den Versandhandel mit Arzneimitteln in Deutschland ausgesprochen hat, halten die Krankenkassen an ihrer Forderung nach einer Liberalisierung des Arzneimittelvertriebes fest. Bei den anderen Protagonisten des Gesundheitssystems stoßen sie allerdings auf keine Sympathie. Trotzdem besteht kein Grund zur Entwarnung, denn bei der Aussicht auf schnellen Profit sieht nicht jeder die Notwendigkeit, sich an Gesetze zu halten.

Rebscher: Im System steckt genug Geld
Versorgungsmodelle gehen immer zu Lasten Dritter. Dies müsse aber kein gesellschaftlicher Nachteil für den Versicherten sein, sondern könne sogar einen Versorgungsvorteil für ihn bedeuten. Schließlich stecke "genug Geld in diesem System. Aber nicht für die Einkommenserwartungen einzelner Leistungserbringer", meinte der VDAK-Vorsitzende Herbert Rebscher jetzt auf dem 4. Kongreß Gesundheit und Medien in Düsseldorf. Wettbewerb der Krankenkassen sei für die Versicherten nur dann negativ, wenn eine Risikoselektion erfolge.

Außerdem in der Druckausgabe:
Imagekampagne: Gold für Apotheker
BMG: Negativliste soll aktualisiert werden
Pharmazie in Heidelberg: Politik sensibilisiert
Versandhandel soll geltendes Recht aufweichen

Pharmazie
Sucht, Sumpf und Substitution: eine Herausforderung - Bayer. Apothekertag
Werden Drogenabhängige in unserer Gesellschaft behandelt wie früher Aussätzige? Kann die Freigabe der illegalen Drogen die organisierte Kriminalität austrocknen? Könnte DHC eine Alternative zu Methadon in der Substitution bieten? Und was kann die Apotheke zur Behandlung von Abhängigen beitragen? Fragen über Fragen, die bei einer Podiumsdiskussion auf dem Bayerischen Apothekertag in Schweinfurt angeschnitten wurden.

Bluthochdruck komplex therapieren
"Blutdrucksenkung allein reicht nicht, um die Behandlung des arteriellen Hypertonikers zu optimieren." Dr. Manfred Karl-Heinz Zehender von der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg begründete dies mit den zahlreichen Begleit- und Folgeerkrankungen, die den arteriellen Bluthochdruck zum kardiovaskulären Risikofaktor erster Güte machen. Um für jeden einzelnen die erforderliche individuelle Therapie zu gewährleisten, habe die Vielzahl der im Markt befindlichen Antihypertensiva ihre Berechtigung. Es sei falsch, nur auf eine Wirkstoffklasse zu setzen.

Nebivolol: ein neuer Betablocker
Hohe Selektivität gepaart mit vasodilatierenden Eigenschaften: Das sind die Charakteristika des neuen Betablockers Nebivolol. Das Präparat Nebilet der Berlin Chemie ist seit Anfang dieses Jahres im Handel. Die Substanz ist zur Behandlung der essentiellen Hypertonie zugelassen, die Wirkung ist mit der anderer Betablocker vergleichbar. Der zusätzliche Wirkmechanismus läßt therapeutische Vorteile vermuten, ausführliche klinische Beweise dazu stehen jedoch noch aus.

Außerdem in der Druckausgabe:
Frühe deutsche Krankenhaus-Arzneibücher
Morphin: Ein Klassiker kommt zu neuen Ehren
Alles oder nichts für Magnesium bei Migräne
EU-Zulassung für gentechnisches Hirudin
Bringt neuer Betablocker auch Fortschritt?
Arzneistoffe in der Umwelt - Ökonotiz
Artischockenkraut - Serie Mikro-DC

Medizin
Herzinfarkt durch Infektion mit Chlamydien
Bakterien vom Typ Chlamydia pneumoniae sind möglicherweise maßgeblich an der Entstehung von Arteriosklerose und der Koronaren Herzkrankheit beteiligt. Seit einigen Monaten mehren sich die Berichte darüber, daß Bakterien auch für Kalk- und Fettablagerungen in den Gefäßen mit dem häufigen Endstadium Herzinfarkt verantwortlich sein könnten.

Was ist dran am "Dickmach-Virus"?
Sind es die Gene, die Psyche, die überhöhte Kalorienzufuhr oder die mangelnde Bewegung, die zum Übergewicht von etwa jedem dritten Deutschen führen? Jetzt ist ein Virus als angeblich weitere Ursache dazugekommen: das Adenovirus. Kein Wunder, daß viele Verbraucher angesichts der unzähligen Hypothesen um die Ursachen der Fettleibigkeit verunsichert sind. Viele wissen nicht mehr, was sie noch glauben sollen und wie sie ihr Gewicht verringern können.

Außerdem in der Druckausgabe:
Schlafstörungen: Es geht auch ohne Medikamente

Wirtschaft und Handel
Apothekerverbände gründeten Aktionsgemeinschaft
Die Apothekerverbände wollen verlorengegangene Umsätze mit Praxis- und Sprechstundenbedarf wieder für ihre Mitglieder zurückgewinnen. Deshalb haben fünf Verbände gemeinsam mit dem genossenschaftlichen Großhändler Noweda eine Aktion "Aktiv Märkte gestalten! Zukunft machen!" ins Leben gerufen. Von einer Belieferung durch den Apotheker profitiert auch der Arzt.

Vorwand oder Einwand: ein großer Unterschied
Wenn uns ein Kunde nach einem Blutdruckmeßgerät fragt, suchen wir das in unseren Augen am besten geeignete Produkt heraus und erläutern kurz seine Funktion und Vorteile. Am liebsten sähen wir eine begeisterte Zustimmung des Kunden. Er bedankt sich für die tolle Auswahl und Beratung, bezahlt und geht. Leider läuft es so in den wenigsten Fällen ab. Erfolgreiche Apotheker müssen deshalb auf die Einwände und Vorwände ihrer Kunden situationsgerecht reagieren.

Außerdem in der Druckausgabe:
BGW berechnet Beiträge nach Gefahrtarif
Rechtsfolgen einer Versorgungsleistung - Steuertip
Kehrtwende - Pharmabörse
Meldungen

   

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