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Hilfsmittel

Importe bergen Nachteile

Während die Debatte um die Abschaffung der Importquote für Medikamente in vollem Gange ist, meldet sich der Bundesverband Medizintechnologie zu Wort: Er beklagt, dass importierte Verbandmittel und andere Hilfsmittel ebenfalls Risiken bergen.
Anna Pannen
19.12.2018
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Nicht nur importierte Arzneimittel, auch Hilfsmittel mit langen Transportwegen können für Patienten ungeeignet sein. Darauf hat der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) heute hingewiesen. Hilfsmittel wie Verbandmittel oder Inkontinenzvorlagen würden zunehmend als Re- oder Parallelimport bezogen, beklagt der Verband. Das sei häufig nicht im Sinne der Patienten.

So wisse man etwa nicht, ob die Produkte auf ihrer langen Reise stets korrekt gelagert wurden. Darunter könne die Qualität erheblich leiden. Auch die Lieferkontinuität der Importeure lasse zu wünschen übrig, so BVMed. Immer wieder würden Produkte kurzfristig aus dem Sortiment genommen oder seien über einen längeren Zeitraum nicht verfügbar. Und das, obwohl sie in der Lauer-Taxe aufgeführt sind.

Die Reimporteure hätten außerdem meist keinerlei Kenntnisse über die von ihnen verkauften Hilfsmittel, könnten den Käufer dazu also weder schulen noch beraten, so der Verband weiter. Das sei bei den Originalherstellern ganz anders, sie verfügten oft über einen fachlich geschulten Außendienst mit Beratern und Wundmanagern.

»Wenn Leistungserbringer zunehmend auf Re- und Parallelimporte ausweichen, kann das negative Auswirkungen auf die Versorgung und die Patientensicherheit haben«, lautet das Fazit von BVMed. Eine politische Forderung verbindet der Verband mit seiner Klage allerdings nicht. /

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