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Zink

Hilfe bei Autoimmunerkrankungen

Circa 5 bis 8 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden an einer von etwa 80 bis 100 verschiedenen Autoimmunerkrankungen – Tendenz steigend. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie* weisen darauf hin, dass Zink-Aspartat die Proliferation und Zytokinproduktion präaktivierter humaner T-Zellen in vitro unterbinden kann. Daher kann die Anwendung von Zink-Aspartat vorteilhafte Effekte bei T-Zell-vermittelten Autoimmunerkrankungen haben.

Wissenschaftler des Institutes für molekulare und klinische Immunologie an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg untersuchten die Wirkung von Zink-Aspartat (Unizink), einem zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung von Zinkmangelzuständen, auf präaktivierte menschliche T-Zellen. Dafür wurden T-Zellen gesunder Spender über einen Zeitraum von 48 Stunden mit anti-CD3/CD28 Antikörpern stimuliert. Danach versetzten die Studienautoren die Zellkulturen für weitere 24 Stunden mit Zink-Aspartat oder mit den Immunsuppressiva Cyclosporin A, Dexamethason und Rapamycin. Fazit: Nur Zink-Aspartat und Rapamycin hemmten die Proliferation und die Zytokin-Produktion der präaktivierten T-Zellen (Guttek K, Wagenbrett L, Reinhold A et al.: Zinc aspartate suppresses proliferation and Th1/Th2/Th17 cytokine production of pre-activated human t cells in vitro. J Trace Elem Med Biol. 2018 Sep;49:86-90.