Pharmazeutische Zeitung online
Diabetes

Erstmals Fixkombi aus Basalinsulin und Inkretin verfügbar

Mit Suliqua® hat Sanofi das erste Kombinationspräparat für Typ-2-Diabetiker auf den Markt gebracht, das ein Basalinsulin und einen GLP-1-Rezeptoragonisten enthält.
Daniela Hüttemann
10.01.2020
Datenschutz bei der PZ

Das Präparat Suliqua® ist laut Hersteller seit dem 1. Januar verfügbar. Eine Patrone der Injektionslösung enthalten Insulin glargin 100 Einheiten (E)/Milliliter (ml) und Lixisenatid 33 Mikrogramm (µg)/ml. Verfügbar sind Fünfer- und Zehnerpackungen der beigefarbenen Solostar-Fertigpens zu 101,76 beziehungsweise 192,47 Euro Verkaufspreis. Das Medikament muss nur einmal täglich appliziert werden. Die Dosierung erfolgt individuell auf Basis des klinischen Ansprechens und richtet sich nach dem Insulinbedarf.

Zugelassen ist das Kombipräparat zur Therapie von Menschen mit Typ-2-Diabetes, bei denen mit einer basalunterstützten oralen Therapie keine zufriedenstellende Blutzuckerkontrolle erreicht werden konnte. Laut Sanofi senkt das Basalinsulin-Analogon insbesondere die Nüchtern-Glucosewerte, während Lixisenatid vor allem die postprandialen Glucosewerte beeinflusst. In der LixiLan-L-Studie konnte der Hersteller zeigen, dass die Fixkombi plus Metformin den HbA1c-Wert nach 30 Wochen stärker senken konnte als Basalinsulin und Metformin ohne GLP-1-Rezeptoragonisten.

Bei Patienten, deren HbA1c-Wert vor Studienbeginn im Mittel bei 8,1 Prozent lag (7,5 bis 10 Prozent), sank der Wert unter der Fixkombi auf 6,9 Prozent, während er im Vergleichsarm nur auf 7,5 Prozent sank. »Unter der Fixkombination erreichten außerdem signifikant mehr Patienten einen HbA1c-Wert < 7 Prozent ohne Hypoglykämien und ohne Gewichtszunahme als unter Insulin glargin 100 E/ml«, teilte Sanofi zum Launch von Suliqua mit.

Mehr von Avoxa