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Schutzausrüstung

Brandbrief an G20-Staaten

Die G20-Länder haben von der World Health Professions Alliance (WHPA) einen Brief bekommen. Die Allianz von Apothekern, Physiotherapeuten, Krankenschwestern, Zahnärzten und Ärzten fordert persönliche Schutzausrüstung für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen, die sich im Kampf gegen SARS-CoV-2 und Covid-19 befinden.
Sven Siebenand
10.04.2020  15:02 Uhr

In dem Schreiben wird die G20 aufgefordert, unverzüglich angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um die Lieferketten für persönliche Schutzausrüstung durch Herstellung, Zoll, Beschaffung und Lieferung schnell und konsistent zu reaktivieren und sicherzustellen. Die WHPA, die weltweit mehr als 31 Millionen Angehörige der Gesundheitsberufe vertritt, fordert die führenden Politiker der Welt auf, geopolitisches Denken beiseite zu legen, um die globale Lieferkette für Schutzausrüstung zu sichern, bevor noch mehr Beschäftigte in Gesundheitsberufen versterben und folglich auch mehr Patienten.

In einer Pressemeldung des Weltapothekerverbandes FIP weist Geschäftsführerin Dr. Catherine Duggan darauf hin, dass bereits einige Apotheker an Covid-19 gestorben sind, selbst in Ländern mit einer relativ starken Gesundheitsinfrastruktur. »Gemeinsam fordern wir die Staats- und Regierungschefs der G20 auf, Lösungen für das Problem der Versorgung mit persönlicher Schutzausrüstung zu finden. Alle unsere Mitarbeiter im Gesundheitswesen müssen geschützt werden, da sie große Risiken eingehen, um die Versorgung weiterhin sicherzustellen.« Duggan kündigt an, dass der FIP in Kürze einen eigenen Aufruf zum Handeln an die Regierungen versenden wir, der genau das nochmal thematisieren wird.

In dem offenen Brief betont die WHPA, dass die internationale Zusammenarbeit auch ärmeren Ländern mit weniger Ressourcen helfen würde. »Angesichts einer globalen Pandemie gibt es keinen Raum für nationale Egos« lautet die Schlussfolgerung der WHPA.

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