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Arzneimittel auf Ebay

Freie Apothekerschaft spricht vor

10.09.2014  09:56 Uhr

Von Yuki Schubert / Obwohl die Freie Apothekerschaft mit ihrer Petition gegen Privatverkäufe verschreibungspflichtiger Arzneimittel auf Online-Plattformen wie Ebay das erforderliche Quorum nicht erreicht hatte, sprach der Verein in dieser Woche bei Stefan Schwartze (SPD) vom Petitionsausschuss vor.

 

Im März hatten die Apotheker ihre Petition gestartet. Darin hatten sie den Gesetzgeber aufgefordert, den Verkauf rezept- und damit apothekenpflichtiger Arzneimittel durch Privatpersonen und »besonders auf Internetportalen per Gesetz eindeutig zu verbieten und unter Strafe zu stellen«. Die Petition hatte jedoch nur rund 1250 Unterstützer gefunden. Nötig wären mindestens 50 000 sogenannte Mitzeichnungen gewesen, um eine öffentliche Beratung des Themas im Petitionsausschuss des Bundestags zu erreichen.

 

Nun schaffte es Reinhard Rokitta von der Freien Apothekerschaft immerhin, das Anliegen des Vereins einem Mitglied des Ausschusses vorzutragen. Der SPD-Abgeordnete Schwartze sitzt für den Kreis Herford und die Stadt Bad Oeynhausen im Bundestag. Die Unterhaltung habe ihm das Ausmaß der Problematik vor Augen geführt, sagte er gegenüber der PZ. Schwartze zufolge ist es nun notwendig, sich mit den Ministerien für Gesundheit, Justiz, Verbraucherschutz und Jugendschutz in Verbindung zu setzen und um deren Einschätzung des Themas zu bitten. Erst danach könnten unter Umständen konkrete Schritte eingeleitet werden. /

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