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Munderkrankungen

Lippen im Mittelpunkt

04.08.2009  14:34 Uhr

100 Jahre Labello

Labello feiert dieses Jahr seinen 100. Geburtstag und hat es geschafft, zum Synonym für Lippenpflegestifte zu werden. Das Wort Labello setzt sich aus den beiden lateinischen Wörtern »labium« (Lippen) und »bellus« (schön) zusammen, welche den Anspruch des Pflegestiftes wiedergeben: schöne Lippen zu verleihen. Den Klassiker von Beiersdorf kennt heute jedes Kind.

 

Dr. Oscar Troplowitz hatte die Idee zu dieser damals innovativen Lippenpflege, also derjenige Apotheker aus Schlesien, der Ende des 19. Jahrhunderts einen altmodischen Betrieb in Hamburg (Beiersdorf) mit elf Mitarbeitern kaufte und so weltbekannte Marken wie den Klebeverband Leukoplast, die Nivea-Creme oder den Tesa-Film kreierte. 1909 kommt Labello in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich-Ungarn auf den Markt.

 

Präparate zur Lippenpflege werden zu dieser Zeit unverpackt verkauft. Von einem großen Stück werden kleinere Einheiten abgeteilt und in Folie verpackt. 1911 setzt Labello mit einer neuen Verpackung Trends: Denn es ist in einer Zinn-Schiebedose erhältlich. Drückt man auf den Dosenboden, schiebt sich der Pflegebalsam nach oben. 1922 wird die Zinn-Dose durch eine Aluminium-Verpackung ersetzt. Diese weicht 1953 einer Kunststoff-Schiebehülse. Die Schiebeversion empfand Beiersdorf zunehmend als unpraktisch und ersetzte sie 1963 durch eine Drehverpackung. 1973 dann der erste Auftritt in der klassischen blauen Hülle. Seitdem erweitern ständig weitere Pflegestifte die Labello-Familie, wie die Pflegestifte mit extra Lichtschutzfaktor oder mit einer Kälteschutzformel für Wintersportler.

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