Pharmazeutische Zeitung Online
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Heilpflanzen Südafrikas

Zwischen Raubbau und Anbau

11.06.2010
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Von Daniela Biermann / Kapland-Pelargonie, Uzarawurzel, Teufelskralle: Heilpflanzen aus Südafrika sind auch in Deutschland sehr beliebt. Die weltweite Nachfrage wächst schneller als so manche Pflanze. Was tun, damit der Nachschub nicht ausbleibt – bei fairen Bedingungen für Mensch und Umwelt?

Südafrika ist eines der artenreichsten Länder der Welt, ein sogenannter Biodiversitäts-Hotspot. Jede zehnte Pflanzenart wächst im südlichen Teil des Kontinents, etwa 3000 Arten gehören zum Fundus der traditionellen afrikanischen Medizin. Bislang wird nur ein Bruchteil, nämlich 38 Arten, in größerem Ausmaß kommerziell genutzt. Ohne Frage steckt in der afrikanischen Flora ein großes Potenzial für die Pharmaforschung. Der Erhalt der Artenvielfalt ist daher nicht nur für Umweltschützer interessant. In Entwicklungsländern und auch in Südafrika, das offiziell als Indus­triestaat gezählt wird, ist ein Teil der Bevölkerung von ihren Heilpflanzen abhängig, und das nicht nur für den medizinischen Eigenbedarf. Einige Pflanzen haben sich zu richtigen Exportschlagern gemausert.

Um für genügend Nachschub in gleichbleibender Qualität zu sorgen, versuchen Hersteller und Bauern, die Pflanzen in Kultur zu nehmen. Das ist oft nicht einfach und hat neben Vorteilen auch einige Nachteile. Die andere, manchmal einzige Möglichkeit, an den Rohstoff zu gelangen, sind Sammlungen von Wildpflanzen. Auch hier gibt es Argumente dafür und dagegen.

 

Auf der Suche nach Standards

 

Das Sammeln von Heilpflanzen ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen, um ihre Familien zu ernähren. Wird jedoch unkontrolliert gesammelt, gefährdet dies die Bestände einer Art und die eigene Lebensgrundlage. Ungeschulte Sammler erwischen die falsche Pflanze, ernten zu früh, entfernen sie ganz oder so viel, dass sie sich nicht regenerieren kann. Das birgt zwei Probleme für die Hersteller standardisierter Präparate: Die Qualität der Ausgangssubstanz schwankt und der Preis steigt, wenn der Nachschub ausbleibt. Für die Sammler wird es immer schwieriger, genug Material zu finden. Da sie in der Regel nach der abgelieferten Menge bezahlt werden, wächst der Druck, zu früh oder Falsches zu ernten. Von der gesteigerten Nachfrage profitieren sie im Gegensatz zu den Zwischenhändlern nicht, da sie am Anfang der Wertschöpfungskette stehen und für Cent-Beträge arbeiten.

 

»Wildpflanzen zu sammeln ist an sich nicht schlecht, wenn es nachhaltig geschieht«, sagt Britta Pätzold vom WWF (World Wide Fund for Nature) im Gespräch mit der Pharmazeutischen Zeitung. Die Umweltschutzorganisation arbeitet weltweit mit anderen Vereinen, Arzneimittelherstellern, Händlern, Zertifizierern sowie internationalen und nationalen Behörden zusammen, um die nachhaltige Nutzung von Heilpflanzen zu fördern. Als Grundlage soll ein internationaler Standard zur nachhaltigen Sammlung dienen (International Standard for Sustainable Wild Collection of Medicinal and Aromatic Plants, ISSC-MAP). Diese Richtlinien entwickelte der WWF 2007 gemeinsam mit der Artenschutzorganisation Traffic, dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Letztere ist auch Herausgeber der Roten Liste für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. ISSC-MAP berücksichtigt gleichermaßen Naturschutz, Recht, Ethik und Ökonomie (Grafik 1).

2008 wurde ISSC-MAP ein Teil der Organisation Fair Wild Foundation. Ähnlich wie beim Fair-Trade-Konzept für Schokolade oder Kaffee geht es Fair Wild darum, die Ursprungsländer an den Gewinnen aus ihren Ressourcen zu beteiligen. »Wir wollten durch den Zusammenschluss soziale Aspekte mit Umweltfragen kombinieren«, erklärt Pätzold. »Wenn nachhaltig gesammelt wird, ist das sehr positiv. Die Pflanze bekommt einen Wert als Einkommensquelle. Die Einheimischen sorgen sich dann aus eigenem Interesse um das Fortbestehen der Pflanze. Oft wirkt sich der Schutz sogar auf das gesamte Gebiet aus, in dem die Art wächst.« Der Trend gehe aber leider dahin, öfter zu sammeln als gut ist, sagt die Ökologin.

 

Die nachhaltige Nutzung soll ein Management-Plan nach den Vorgaben des ISSC-MAP unterstützen. Ein solches Konzept für eine Region, ein ganzes Land oder sogar über Grenzen hinweg umzusetzen, ist jedoch eine schwierige Aufgabe. In Südafrika und Lesotho läuft seit einigen Jahren ein Projekt zur Kapland-Pelargonie, Pelargonium sidoides. Gerade in Deutschland ist die Pflanze gefragt – als Inhaltsstoff des Erkältungsmittels Umckaloabo®. Die Dr. Willmar Schwabe Unternehmensgruppe, zu der Hersteller Spitzner Arzneimittel gehört, erzielt mit dem Präparat nach eigenen Angaben jährlich 40 Millionen Euro Bruttoumsatz. Ist die Geranienart in ihrem Bestand gefährdet?

 

Eine Art unter der Lupe

 

Zurzeit steht Pelargonium sidoides weder auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN noch auf den Anhängen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES), einer Vereinbarung der Vereinten Nationen. Sammelgenehmigungen erteilen die lokalen Behörden in Südafrika und Lesotho. »Sie sind verantwortlich für die Ressource und müssen die Unbedenklichkeit einer Sammlung prüfen«, erklärt Pätzold. »Allerdings haben die Behörden Wissenslücken, wie es um das Vorkommen der Pflanze steht.« Daher starteten sie zusammen mit Traffic, WWF und den Universitäten des Landes 2007 ein von der Industrie und vor allem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gesponsertes Forschungsprojekt.

Glossar

BfN: Bundesamt für Naturschutz; Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Zuständig für nationalen und internationalen Naturschutz, Forschungsprojekte sowie die Genehmigung der Ein- und Ausfuhr geschützter Tier- und Pflanzenarten

 

CBD: Convention on Biodiversity; Übereinkommen über die biologische Vielfalt, auch Biodiversitäts-Konvention genannt. Von den Vereinten Nationen ausgehandeltes internationales Umwelt-Vertragswerk. Umfasst den Schutz der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile und regelt den Zugang zu Ressourcen bei gerechtem Vorteilsausgleich.

 

CITES: Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, auch Washingtoner Artenschutzübereinkommen genannt. Regelt die Ein- und Ausfuhr von rund 6000 bedrohten Tier- und 30 000 Pflanzenarten.

 

CSIR: Council for Scientific and Industrial Research; halbstaatliches südafrikanisches Forschungsinstitut

 

Fair Wild Foundation: unterstützt Staaten bei der Entwicklung nachhaltiger, fairer und wertschöpfender Management- und Handelssysteme für wild gesammelte Pflanzenrohstoffe und daraus entwickelte Produkte und unterstützt Unternehmen bei der Zertifizierung der Produkte

 

ISSC-MAP: International Standard for Sustainable Wild Collection of Medicinal and Aromatic Plants; Standard für nachhaltiges Sammeln und Ressourcenmanagement von Heil- und Gewürzpflanzen, entwickelt von WWF, Traffic, IUCN, BfN, Herstellern und Zertifizierern, herausgegeben von der Fair Wild Foundation

 

IUCN: International Union for Conservation of Nature and Natural Resources; Weltnaturschutzorganisation. Herausgeber der Roten Liste gefährdeter Arten

 

Traffic: Wildlife Trade Monitoring Network; gemeinsames Programm von WWF und IUCN, welches sicherstellen will, dass der Handel mit Wildpflanzen und -tieren nicht die Wildbestände und Lebensgrundlage der Menschen gefährdet; unterstützt CITES

 

WWF: World Wide Fund for Nature; größte internationale Umweltschutzorganisa­tion mit dem Schwerpunkt Arten- und Umweltschutz

»Wir untersuchen zurzeit in Südafrika und Lesotho die Bestände«, berichtet David Newton von Traffic der PZ. »Dazu gehört viel Feldforschung, aber auch Gespräche mit Geschäftsinteressenten.« Die beteiligten Nichtregierungsorganisationen versuchen, von den kleinen Gemeinden über die südafrikanischen Ministerien bis hin zu in- und ausländischen Firmen alle mit einzubeziehen. »Unser Ziel ist es, dass der Managementplan von allen umgesetzt wird«, erklärt der Südafrikaner, der das Pelargonium-Projekt vor Ort koordiniert. Verantwortlich für die Umsetzung sind jedoch letztlich die Behörden. »Sie müssen entscheiden, wer wie oft wo und wie sammeln darf«, ergänzt Pätzold.

Um diese Fragen zu beantworten, untersucht das Projekt auch botanische Fakten. Für den Extrakt braucht der Hersteller nur die Wurzeln der Kapland-Pelargonie. Wenn die Hauptwurzel bestehen bleibt, kann sich die Pflanze erholen. »Bislang wurde zu viel und zu oft geerntet«, kritisiert Newton. »Die Pflanze braucht jedoch lange Erholungsphasen.« Wie lang sie braucht, ist nicht bekannt. Aus der traditionellen Nutzung gibt es keine Erfahrungswerte, denn dort wird die ganze Pflanze geerntet. Die Angaben zur Regeneration schwanken zwischen mindestens drei bis zu sieben Jahre. »Die Details fehlen noch«, sagt Newton. Er hofft jedoch, dass in zwei Jahren mehr Klarheit besteht, wenn das Forschungsprojekt mit einer umfassenden Bestandserhebung abgeschlossen ist.

 

Schwierige Rechtslage

 

»Derzeit gibt es kein klares Vorgehen auf legislativer Seite«, beklagt auch Dr. Traugott Ullrich, Geschäftsführer von Spitzner Arzneimittel, gegenüber der PZ. »Im vergangenen Jahr haben wir zum Beispiel keine Sammelgenehmigung bekommen. Wir halten uns strikt an die derzeit geltenden Regelungen und kaufen ausschließlich Ware, die mit gültigen Genehmigungen der lokalen Naturschutzbehörde gesammelt wurde. Wir wissen aber, dass von anderen illegal Wurzeln gesammelt und auch exportiert werden.« Zeitweise kann das Unternehmen Lieferengpässe mit Nachschub aus dem Anbau umgehen.

 

Doch ist es gar nicht so einfach, die Pelargonie zu kultivieren. »Seit wir vor etwa zehn Jahren mit dem Anbau begonnen haben, haben wir viel gelernt«, so Ullrich. »Wir dürfen es der Pflanze nicht zu leicht machen. Im Gegenteil, wir müssen sie hinsichtlich der Wachstumsbedingungen unter Stress stellen. Die Pflanze steckt dann viel Energie in die Wurzel und damit in die Wirkstoffe unseres Extrakts.« Details will er nicht verraten. »Wir haben lange gebraucht, um die optimalen Bedingungen zu finden«, so der Mediziner. »Dieses Wissen geben wir auch weiter an die Südafrikaner.«

 

Um einen Extrakt gleich bleibender Qualität herzustellen, braucht Spitzner Ware aus Anbau und Wildsammlung. Daher kauft das Unternehmen weiterhin auch geschulten Sammlern mit einem Ernteausweis die Wurzeln von Pelargonium sidoides ab. Diese Sammler wissen, dass sie die Hauptwurzel stehen lassen müssen. Und sie kennen den Unterschied zwischen Pelargonium sidoides und Pelargonium reniforme. Letztere Art war früher auch in dem Fertigarzneimittel enthalten, mittlerweile besteht es jedoch aus reinem Sidoides-Extrakt. Die beiden Arten unterscheiden sich lediglich in ihrer Blütenfarbe. Die Wurzeln können nach der Ernte nur mittels apparativer Analysemethoden differenziert werden. Das ist teuer und aufwendig.

 

»Derzeit sind wir das einzige Unternehmen mit einer offiziellen Sammelgenehmigung in Südafrika und Lesotho«, sagte Ullrich. »Daran sind jedoch auch Bedingungen geknüpft.« Neben der Arterhaltung gibt es sogenannte Access- and Benefit-Sharing-Agreements. Sie sichern dem Unternehmen den Zugang zu der Ressource und garantieren im Gegenzug den Gemeinden einen Anteil am Gewinn. Solche Vereinbarungen sind nach dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die biologische Vielfalt (Biodiversitäts-Konvention, CBD) aus dem Jahr 1992 vorgesehen. Südafrika hat diese Vorgabe als eines der wenigen Länder 2008 in nationales Recht umgesetzt und regelt den gerechten Vorteilsausgleich, wenn ein Transfer traditionellen Wissens aus einem Entwicklungsland in ein Industrieland stattfindet oder ein Hersteller auf fremde Ressourcen zugreifen will.

 

Dabei ist es gar nicht einfach, den richtigen Verhandlungspartner zu finden. Neben der Naturschutzbehörde und dem Umweltministerium muss auch die alte Stammesstruktur berücksichtigt werden. »Letztlich muss man sich das so vorstellen, dass ein bestimmter Prozentsatz des Erlöses in einen öffentlichen Topf geht«, erklärt Ullrich. Daraus wiederum werden Projekte in den Gemeinden gefördert, zum Beispiel der Bau von Schulen.

 

Streit um traditionelles Wissen

 

Es ist jedoch schwierig, allen Gemeinden dabei gerecht zu werden. Die Gemeinde Alice in der Provinz Ostkap grenzt direkt an ein großes lokales Anbauprojekt, das Spitzner unterstützt. Die Einwohner von Alice fühlten sich gegenüber ihren Nachbarn benachteiligt und gründeten eine Bürgerinitiative. Mit Unterstützung von Entwicklungshilfeorganisationen klagten sie gegen ein Patent zum Herstellungsverfahren vor dem Europäischen Patentamt. Der Vorwurf: Biopiraterie. Das Unternehmen habe sich etwas patentieren lassen, was die südafrikanischen Stämme schon seit Jahrhunderten anwenden. Damit habe es gegen die guten Sitten verstoßen.

 

Dieser Ansicht folgte das Europäische Patentamt im Januar dieses Jahres nicht. Das Patent erkannte es Spitzner trotzdem ab, denn für einen Patentschutz reiche die erfinderische Leistung nicht aus.

 

Das Unternehmen beschloss, die Entscheidung nicht anzufechten. Ende April verkündete es, auf vier weitere Patente im Zusammenhang mit dem Pelargonium-Extrakt zu verzichten. »Die Diskussion um unser Produkt ist uns nicht egal«, betont Ullrich. Mit dem Verzicht auf fünf von sieben beantragten oder bestehenden Patenten will das Unternehmen demonstrieren, dass es die Diskussion ernst nimmt. Mit einer neu gegründeten Stiftung will sich Schwabe zusätzlich zu den Benefit-Sharing-Abkommen in Südafrika sozial engagieren.

 

Wegen der Konkurrenz macht sich der Geschäftsführer auch ohne Patent keine Sorgen: »Das Präparat ist in dieser Form seit etwa 30 Jahren auf dem Markt. Die Hürde ist die Zulassung als Arzneimittel, das Patent dagegen regelt nur technische Details des Herstellungsverfahrens.«

 

Ihren Weg nach Deutschland fand die Kapland-Pelargonie über Umwege durch Großbritannien. Der Brite Charles H. Stevens erkrankte Ende des 19. Jahrhunderts an Tuberkulose. Zur Kur fuhr er nach Südafrika ins heutige Lesotho und erhielt von einem pflanzenkundigen Einheimischen einen Pelargonien-Sud. Stevens Symptome besserten sich. Nach seiner Rückkehr vermarktete er zunächst zerriebene Pelargonien-Wurzeln und dann einen Extrakt als »Stevens’ Consumption Cure«. Die British Medical Association klagte ihn unter anderem wegen Quacksalberei an, was Stevens nicht davon abhielt, seine Präparate weiter zu vertreiben. Anfang der 1950er-Jahre erwarb ISO-Arzneimittel die Rechte für den Vertrieb eines Extrakts in Deutschland. Schwabe übernahm die Firma 1987 und begann mit der systematischen Erforschung von Pflanze und Extrakt.

 

Uzara: Erfolgreicher Anbau

 

Nicht ganz so spektakulär war der Weg der Uzarawurzel von Südafrika nach Deutschland. 1909 brachte der Forschungsreisende H. W. A. Hopf die Wurzeln von Xysmalobium undulatum, einer Apocynaceae, nach Deutschland. Er hatte erfahren, dass das Volk der Xhosa die Wurzel unter anderem gegen Durchfall und Koliken einsetzt.

In dieser Indikation wandte ein Arzt aus Hopfs Heimatdorf Melsungen die Pflanze aus Afrika offenbar erfolgreich bei seinen Patienten an. Darauf gelangte sie ins Pharmakologische Institut der Universität Marburg. Dort stellte Professor A. Grüber bereits 1911 einen Trockenextrakt her. Eine eigens gegründete Firma begann noch im gleichen Jahr, Tabletten, Suppositorien und Zubereitungen in flüssiger Form zu vertreiben. Da die Nachfrage in Deutschland bereits in den folgenden Jahrzehnten zu groß für die natürlichen Bestände war, begann man 1952 auf einer deutschen Farm in Südafrika mit der Kultivierung von Wildpflanzen.

 

Mehrere Versuche, die Pflanze in Mitteleuropa anzubauen, schlugen fehl. So gelang die Anzucht nur im Gewächshaus. Das Umtopfen ins Freiland verzögerte das Wachstum um drei bis vier Wochen. Die Bodenfeuchtigkeit stellt eine weitere Schwierigkeit dar, da die Neusaat ersticken oder Wurzelfäule auftreten kann. Problematisch ist auch, dass die Wurzeln einen strengen Winter nicht überleben und selbst nach milden Temperaturen Probleme beim Austreiben haben. Die Überwinterung im Gewächshaus brachte auch keine Lösung, da sich die Keimfähigkeit der Samen verschlechterte und das Zeitfenster zur Umpflanzung zu eng war. Letztlich fehlten der Pflanze auch noch zahlreiche Sonnenstunden.

 

Der Bedarf an Uzarawurzeln kann nach Angaben von Hemopharm, einem Tochterunternehmen Stadas, heute komplett aus dem südafrikanischen Anbau gedeckt werden, sodass der etwa ein Meter hohe Strauch nach wie vor in den östlichen Graslandschaften Südafrikas weit verbreitet ist.

 

Teufelskralle: Gut überwacht

 

Schlechter ist es um die Bestände der Teufelskralle bestellt. Deutschland ist laut Bundesamt für Naturschutz (BfN) Haupt­importeur der Wüstenpflanze aus dem südlichen Afrika. Harpagophytum procumbens wächst in den Ausläufern der Kala­hari-Wüste in Südafrika, Namibia und Botswana.

Zahlreiche Firmen haben Teufelskrallen-Produkte auf den Markt gebracht – auch außerhalb der Apotheken. Dem Bestand hat die rege Nachfrage nach dem pflanzlichen Rheumamittel nicht gut getan. »Teufelskralle steht zwar nicht auf den Anhängen von CITES, dennoch wird der Handel in die EU überwacht«, so WWF-Expertin Pätzold. »In manchen Gebieten konnte ein Rückgang festgestellt werden, jedoch nicht flächendeckend. Eine nachhaltige Sammlung ist aber möglich.«

 

Wie bei Pelargonium müssen Sammler die Hauptwurzel stehen lassen und wieder mit Erde bedecken. Allerdings ist der Aufwand größer: Die Sammler, meist aus dem Volk der San, müssen manchmal bis zu zwei Meter tief im trockenen Wüstenboden graben. Die Speicherorgane der Sekundärwurzeln werden anschließend in Scheiben geschnitten und in der Sonne getrocknet. Eine Ernte ist etwa alle vier Jahre möglich.

Das BfN war an einem umfassenden Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Sammlung von Teufelskralle beteiligt, dessen Ergebnisse auch in den ISSC-MAP einflossen. Von 1999 bis 2007 untersuchten Wissenschaftler in Südafrikas Nachbarland Namibia die Verbreitung der Pflanze und die Entwicklung nachhaltiger Erntetechniken, bestimmten die Erntequoten und bildeten Sammler aus. Auf der BfN-Homepage heißt es: »Ziel ist eine schonende und dauerhafte Wildsammlung dieser Pflanzen, bei der die traditionellen Sammler einen wirtschaft­lichen Gewinn erzielen und deshalb zu ihrem Schutz beitragen. Die Buschmann-Gruppen sind die Garanten der Erhaltung nicht nur der Teufelskralle, sondern auch des gesamten Ökosystems. Ein Übergang zu einer vollständigen Bedarfssicherung aus Anbau, der von einigen Firmen angestrebt wird, aber noch nicht gelungen ist, würde sie dieser Möglichkeiten und Rolle berauben.«

 

Noch ist es nicht soweit: »Ich konnte mir einige Farmen ansehen«, erzählt Dr. Uwe Schippmann vom BfN der PZ. »Die Teufelskralle ist schwierig auf dem Feld zu etablieren.« Viele Anbauprojekte seien über das Versuchsstadium nicht hinausgekommen. Daher lassen die Firmen immer noch vor allem wild sammeln. Eine kontrollierte Sammlung durch Einheimische wie bei der Kapland-Pelargonie befürworten WWF und Traffic ebenso wie Schippmann: »Wäre der Anbau erfolgreich, würde der Handel sofort darauf umschwenken. Für die etwa 10 000 vorwiegend San-Familien würde das den Verlust ihrer meist einzigen Einnahmequelle bedeuten. Die Wertschöpfung fände dann auf der Seite der kommerziellen Farmen statt.« Denn nur diese verfügen über Investitionskapital und vor allem über genügend Wasser. »Die einzige Chance der Landbevölkerung, vom Anbau zu profitieren, wäre eine Trockenfeldbaumethode«, so Schippmann.

 

Ein Professor forscht für die San

 

An einer solchen Methode hat Professor Dr. Dieter von Willert jahrelang gearbeitet. Er sieht im Anbau keine Bedrohung für die San, sondern eine realistische Chance. Der emeritierte Forscher von der Universität Münster lebt mittlerweile den größten Teil des Jahres in Südafrika und unterrichtet dort als Dorfschullehrer. Doch sein Interesse an der Teufelskralle ist weiterhin groß: »Wer die Teufelskralle kultivieren möchte, der kommt an mir nicht vorbei«, schreibt er der PZ. »Wir haben ein Verfahren entwickelt, dass die schlechte Keimrate von weniger als 1 Prozent auf etwa 30 bis 40 Prozent anhebt. Die Vermehrung über Samen ist die einzig nachhaltige und kostengünstige Vermehrung. Zudem schont sie die genetischen Ressourcen.«

 

Zwischen 2001 und 2003 beriet von Willert die namibische Regierung zum Anbau der Teufelskralle. Zwei Anbauprojekte waren erfolgreich. Nach seiner Emeritierung vor fünf Jahren half er der südafrikanischen Regierung, in einem Reservat der Khoi-San ein Anbauprojekt zu etablieren. »Auch dieses Projekt, das jetzt das dritte Jahr hinter sich hat, läuft erfolgversprechend«, berichtet von Willert. Die erste Ernte könnte im kommenden Jahr stattfinden. Der Professor geht davon aus, dass der Anbau in verschiedenen Varianten die Wildsammlung mittel- bis langfristig zu einem hohen Prozentsatz ablösen wird.

 

»Für mich waren die letzten neun Jahre, die ich fast ausschließlich der Teufelskralle gewidmet habe, ein krönender Abschluss meiner wissenschaftlichen Karriere«, erzählt der Professor für Ökologie der Pflanzen der PZ. »Insbesondere weil mir die gesammelte Erfahrung schon wiederholt ermöglicht hat, dieses Wissen zum Wohle der Ärmsten der Armen einzusetzen. Reichtum ist allerdings mit einem Anbau nicht zu machen. Speziell das Ausgraben ist eine Knochenarbeit, die auf Anbauflächen aber viel einfacher und leichter ist.« Leider gebe es für die Teufelskralle noch keine Fair-Trade-Abkommen. »Die Menschen, die die Knochenarbeit machen, bekommen kaum lohnende Vergütungen«, beklagt von Willert. Die eigentlichen Verdiener seien rücksichtslose Exporteure sowie Hersteller, die mit billigem Material große Gewinnspannen erzielen wollen.

 

Hoodia: Bedrohter Schlankmacher

 

Ein umweltpolitisch, patentrechtlich und ethisch problematischer Fall ist Hoodia, deren Vermarktung als Schlankheitsmittel in den vergangenen Jahren einen Boom erfahren hat. Hoodia gordonii ist ein sukkulentes Apocynaceaen-Gewächs mit einem ähnlichen Verbreitungsgebiet wie die Teufelskralle. Das Volk der Khoi-San nutzt die durst- und appetithemmende Wirkung der Wüstenpflanze seit Jahrhunderten auf ihren tagelangen Jagdzügen.

Wissenschaftler am halbstaatlichen südafrikanischen Forschungsinstitut CSIR (Council for Scientific and Industrial Research) fingen in den 1960er-Jahren an, die Pflanze genauer zu untersuchen. Sie isolierten die In­haltsstoffe mit dem Ziel, aus der Pflanze einen Appetit­zügler zu entwickeln – allerdings ohne Einverständnis­erklärung der San. 1997 verkaufte das CSIR die Lizenz für den mittlerweile patentierten Inhaltsstoff P57 an die britische Firma Phytopharm. Diese reichte die Lizenz ein Jahr später an Pfizer weiter. Der Pharmakonzern begann mit der Entwicklung eines Appetitszüglers, brach die Studien jedoch 2003 ab und gab die Lizenz zurück. Darauf versuchte der Lebensmittelkonzern Unilever sein Glück, doch auch dieses Unternehmen stellte 2008 die Entwicklung ein.

 

Das CSIR sieht jedoch immer noch großes Potenzial in der Pflanze und spricht von einem Marktwert von 3 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Wie viel davon bei den San ankommt, ist fraglich.

Hoodia führen Entwicklungshilfe- und Umweltschutz­organisationen oft als negatives Paradebeispiel für die Ausbeutung der pflanzlichen Ressourcen Afrikas an. Zwar gibt es nach harten Auseinandersetzungen eine Benefit-Sharing-Vereinbarung zwischen den Khoi-San und den Lizenz­inhabern. Von einer fairen Vereinbarung kann jedoch nicht die Rede sein, da die großen Gewinne aus dem Verkauf mit Diätprodukten nicht bei den San ankommen. So gibt das CSIR nach eigenen Angaben ganze 8 Prozent der sogenannten Meilenstein­zahlungen von Lizenznehmer Phytopharm an einen Treuhandfonds für die San weiter. Nur noch 6 Prozent der regulären Einnahmen will das CSIR zahlen, »sobald das Medikament kommerziell erhältlich ist«. Dabei ist zu bedenken, dass das CSIR selbst nur einen kleinen Anteil der Einnahmen erhält.

 

Internet gefährdet Artbestand

 

Während P57 weltweit noch nicht offiziell auf dem Markt ist, werden zahlreiche Hoodia-Produkte vor allem über das Internet hemmungslos weltweit vermarktet. Davon sehen die San keinen Cent. Diese Präparate sind nicht nur ethisch, sondern auch gesundheitlich bedenklich. »Wir warnen vor dem Kauf solcher Schlankheitsmittel im Internet«, sagt WWF-Expertin Pätzold. »Man weiß nicht, was wirklich in den Präparaten ist. Und wenn es wirklich Hoodia ist, so stammen die Rohstoffe oft aus illegalen Sammlungen.«

»Hoodia-Präparate sind in ganz Europa weder als Nahrungsergänzungsmittel noch als neuartige Lebensmittel zugelassen«, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. »Der Import (auch für die private Nutzung) ist somit illegal. Ein- und Ausfuhr-Zertifikate bezeugen lediglich, dass die Produkte aus Kulturanbau stammen und daher nicht der EU-Artenschutz-Verordnung unterliegen; sie sagen nichts über einen legalen Verkauf als Diätprodukt aus«, heißt es auf der Homepage der Verbraucherschützer. »Da nicht einmal geklärt ist, welche Zusammensetzung die im Internet angebotenen angeblichen Hoodia-Produkte haben, sollten Sie von der Einnahme derartiger Produkte besser Abstand nehmen.«

 

Der Boom um die »Schlankheitspille aus der Wüste« hat zu einer rapiden Abnahme der Bestände geführt. Seit 2004 ist die gesamte Hoodia-Gattung auf dem CITES-Anhang und damit vor unkontrolliertem Handel geschützt. Ein Handel mit der Pflanze und entsprechenden Produkten ist nur mit behördlicher Genehmigung erlaubt. Sowohl Verkäufer als auch Käufer müssen nachweisen, dass das Produkt aus umweltverträglichen Sammlungen oder dem Anbau stammt

 

»Als Unilever ins Geschäft eingestiegen ist, haben viele Farmer mit dem Anbau begonnen«, so Pätzold. Mithilfe von Kompost und Wasser wächst die Wüstenpflanze zwar schneller, doch wie sich das auf die Wirkstoffzusammensetzung auswirkt, ist unklar. »Im Anbau kann das Sekundärstoffprofil durchaus anders aussehen als bei den Wildpflanzen«, sagt die Ökologin.

Heilpflanzen: Wildsammlung versus Kultivierung

Wildsammlung Kultivierung
aus Sicht der einheimischen Bevölkerung
Pro Verdienstmöglichkeit ohne vorherige Investitionen; Medikamente für den Eigenbedarf; bei nachhaltiger Sammlung langfristiger Erhalt der Ressource Sicherung des Nachschubs (Anbau im Garten); Wertschöpfung im Land
Contra unklare Eigentumsverhältnisse; Gefährdung von Einkommen und Gesundheitsressource durch Übersammlung Kapitalinvestitionen hoch für Kleinbauern; Wettbewerbsdruck auf Kleinbauern und Wildsammler durch groß angelegte Produktion
aus Sicht des Marktes
Pro preisgünstiger, da Infrastruktur und Investitionen unnötig; von vielen Arten nur kleine Mengen benötigt, Anbau damit ökonomisch unsinnig; sehr große Anbauflächen für einige Arten benötigt; erfolgreiche Anbautechniken fehlen oft; kein Einsatz von Pestiziden; Glaube, wild gesammelte Pflanzen seien wirksamer Nachschub an Rohstoffen gesichert; zuverlässige botanische Zuordnung möglich; Standardisierung und Verbesserung von Genotypen möglich; einfache Einhaltung von Qualitätsstandards; kontrollierte Weiterverarbeitung nach der Ernte möglich; Festlegung von Produktionsvolumen und Preis über einen längeren Zeitraum möglich; Rohstoffpreis relativ stabil; Bio-Zertifizierung möglich
Contra Verfälschungsrisiko; Kontaminationsrisiko durch mangelnde Hygiene bei Ernte und nachfolgenden Arbeitsgängen preisintensiver als Wildsammlungen; grundlegende Investitionen vor und während der Produktion erforderlich
aus Sicht der Pflanze und des Ökosystems
Pro anhaltendes Interesse der Einheimischen für die Pflanzenpopulation; Anreiz, Wildpopulationen, ihr Verbreitungsgebiet und die genetische Diversität zu schützen und zu pflegen nimmt den Druck von sehr seltenen und langsam wachsenden Arten, die am ehesten vom Aussterben bedroht sind
Contra Auslöschung von Varietäten und Arten durch unkontrollierte Ernte möglich; Einhaltung von Sammelquoten und Vorsichtsmaßnahmen durch allgemeinen Zugang erschwert; Wissen um die Ressource oft nicht ausreichend, jährlicher Ertrag unbekannt; meistens keine Bestandsaufnahme und begleitenden Managementpläne ökonomische Entwertung der Wildpflanzenressource und ihres Verbreitungsgebiets, Reduzierung des Anreizes, ihr Ökosystem zu erhalten; Reduzierung der genetischen Diversität des Genpools der Ressource, da wild wachsende Verwandte der kultivierten Arten vernachlässigt werden; Umwandlung von Natur in Anbaugebiete möglich; Verdrängung durch kultivierte Arten möglich, negativer Einfluss auf Ökosysteme; genetische Kontamination von Wildpopulationen durch Neueinführung von Anbaupflanzen

nach Schippmann, U., Leaman, D., Cunningham, A.B (siehe Literaturverzeichnis)

Problematisch sei auch die Werbung mit Naturbelassenheit. »Daher können wir durch den Anbau nicht von allen Pflanzen den Druck nehmen.« Weltweit betrachtet werden bereits viele Arzneipflanzen erfolgreich angebaut. Bei einigen wird es jedoch wohl bei Wildsammlungen bleiben, meint Pätzold.

 

Hinweise für den Verbraucher

 

Dem Verbraucher soll in Zukunft ein Siegel der Fair Wild Foundation bei der Wahl eines umweltfreundlichen und sozialverträglichen Präparats helfen. Die Rohstoffe stammen aus nachhaltigen Sammlungen unter fairen Bedingungen. »Bislang ist in Deutschland noch kein Produkt mit dem Fair-Wild-Siegel auf dem Markt«, sagt Pätzold. Es gebe jedoch bereits Händler, die sich an den Standards orientieren. Zum Beispiel das süddeutsche Unternehmen Martin Bauer. Es beliefert Pharma- und Kosmetikhersteller mit mehr als 200 verschiedenen pflanzlichen Rohstoffen, unter anderem Teufelskralle.

 

Ob das Fair-Wild-Siegel irgendwann auf Arzneimittelpackungen auftauchen wird, ist jedoch fraglich. Denn die Design-Möglichkeiten von Medikamentenpackungen sind im Gegensatz zu anderen Produkten relativ streng reglementiert. Kurz- und mittelfristig wird es für Patienten und Apotheker daher schwierig bleiben zu erfahren, ob sie ein umwelt- und sozialverträglich hergestelltes Phytopräparat kaufen oder verkaufen. /

Literatur

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Van Wyk, B. E., A broad review of commercially important southern African medicinal plants. J. Ethnopharmacol. 2008. doi: 10.1016/j.jep.2008.05.029

Schmitz, B., Agamy, R., Lindner, K., Uzarawurzel – seit 80 Jahren bewährt bei akuten Durchfallerkrankungen. Pharm. Ztg. 137 (1992) 1697-1713.

Schippmann, U., Leaman, D., Cunningham, A. B., A comparison of cultivation and wild collection of medicinal and aromatic plants under sustainability aspects. In: Bogers, R. J., Craker, L. E., Lange, D, (Hrsg.), Medicinal and aromatic plants. Agricultural, commercial, ecological, legal, pharmacological and social aspects. Springer Verlag 2006 , S. 75-95.

Van Wyk, B. E., Van Oudtshoorn, B., Gericke, N., Medicinal Plants of South Africa. Briza Publications. 2. Aufl. 2009.

Frein, M., Meyer, H., Die Biopiraten. Econ. 1. Aufl. 2008.

Denzil Phillips International (Herausgeber). Plants, People and Nature – Benefit Sharing in Practice. AAMPS Publishing. 1. Aufl. 2009.

Presseinformationen der Firmengruppe Dr. Willmar Schwabe.

Presseinformationen der Firma Hemopharm.

Presseinformationen des WWF.

Presseinformationen von Traffic.

www.bfn.de/0310_steckbrief_teufelskralle.html

www.floraweb.de/proxy/floraweb/map-pro

www.vz-nrw.de/UNIQ127315262929979/link549971A.html

 

Die Autorin

Daniela Biermann studierte Pharmazie an der Philipps-Universität, Marburg. Einen Teil ihres praktischen Jahres verbrachte sie an der medizinischen Fakultät der National University of Singapore und forschte dort an einem Enzym aus der Flavonoidbiosynthese. Die Ergebnisse mündeten in eine Diplomarbeit, die sie an der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg, verteidigte. 2007 erhielt sie die Approbation. Nach einem Volontariat bei der Pharmazeutischen Zeitung ergänzte sie die Redaktion zunächst in Eschborn und ist nun in Hamburg tätig.

 

biermann(at)govi.de

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