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Gesundheitsausschuss

Iberogast im Fokus

07.03.2018
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Von Cornelia Dölger / Auf Initiative der Gesundheitsexpertin der Grünen, Kordula Schulz-Asche, wird sich der Gesundheitsausschuss im Bundestag mit dem Streit um mögliche Gesundheitsrisiken des Bayer-Verkaufsschlagers Iberogast® beschäftigen.

 

Bei dem Termin am 14. März liege ihr Augenmerk vor allem auf der »nicht stringenten« Argumentation der Bundesregierung in Bezug auf das Nutzen-Risiko-Profil des Präparats, so Schulz-Asche. Im Ausschuss sollen das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu den Gesundheitsrisiken von schöllkrauthaltigen Arzneimitteln berichten.

 

Hintergrund des Konflikts ist, dass der Pharmahersteller Bayer sich weigert, Hinweise auf mögliche Leberschädigungen durch das in dem Präparat enthaltene Schöllkraut auf die Packungsbeilage zu drucken. Das BfArM fordert allerdings seit zehn Jahren eine solche Deklaration, heute vehementer als zuvor, da es mittlerweile mehr Patientendaten zu dem Thema gibt.

 

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Gesundheitspolitikerin der Bundesregierung zwei Fragen zum Thema gestellt und wissen wollen, wie die Regierung gegen Bayer vorgehen will. Zunächst erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach (CDU), der Nutzen des Mittels überwiege nach wie vor mögliche Risiken, allerdings nur sofern die vom BfArM geforderten Warnhinweise aufgenommen würden. In einer zweiten Antwort war von dieser Vorgabe dann nicht mehr die Rede.

 

Schulz-Asche hat für dieses Vorgehen kein Verständnis – im Gegenteil fordert sie die Bundesregierung auf, das Mittel »in der Form, also ohne Warnhinweise«, vom Markt zu nehmen. »Das BfArM sagt klipp und klar: Iberogast darf von Schwangeren und Stillenden nicht eingenommen werden. Dass der Hersteller Bayer das nicht in seine Packungsbeilage aufnimmt und sogar auf seinem Inter­netauftritt im Zusammenhang der Einnahme von Iberogast während der Schwangerschaft die angeblich ›gute Verträglichkeit‹ des ›rein pflanzlichen‹ Arzneimittels betont, ist ein Skandal«, erklärte Schulz-Asche auf Anfrage der PZ. /

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