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Apothekenkosmetik

4 Prozent Umsatzplus

25.01.2017
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Von Jennifer Evans / Apotheken haben 2016 rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz mit Kosmetik- und Körperpflegeprodukten gemacht (einschließlich Versandhandel). Wie das Marktforschungsunternehmen IMS Health mitteilte, entspricht das einem Zuwachs von rund 4 Prozent. Das Wachstum fällt damit in diesem Bereich leicht höher aus als im Vorjahr mit plus 3 Prozent.

 

Während der Umsatz in der Offizin in diesem Segment lediglich um 1 Prozent zugelegt hat, sind es bei den Versand­apotheken 18 Prozent. Den IMS-Auswertungen zufolge treiben besonders Haarpflegeprodukte das Wachstum in die Höhe. Mit rund 24 Prozent plus orderten Kunden sie überdurchschnittlich oft über den elektronischen oder telefonischen Bestellweg. Im Gesamtmarkt bei Apotheken und Versandhandel lagen sie bei 5 Prozent plus.

 

Der Absatz von Apothekenkosmetik erhöhte sich im Jahr 2016 insgesamt um rund 1 Prozent. Von 123 Millionen abgegebenen Packungen kauften Verbraucher in Offizin-Apotheken 103 Millionen. Das entspricht einem Rückgang von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Versandhandel hingegen hat in diesem Bereich rund 14 Prozent zugelegt.

 

Die umsatzstärksten Gruppen im Kosmetik- und Körperpflegesegment sind laut IMS-Health Damenkosmetik (6 Prozent plus), Haarpflegeprodukte (5 Prozent plus) und Pflegeprodukte für die Familie (2,6 Prozent plus). Auf sie entfallen 82 Prozent des Umsatzes 2016.

 

Hintergrundanalysen zeigten, dass die Nachfrage nach Anti-Aging- und Faltencremes im vergangenen Jahr stärker war. Bei der Haarpflege verzeichneten Läusemittel und Nahrungsergänzungsmittel etwa mit Biotin oder Vitamin E zweistellige Zuwächse, so das Marktforschungsunternehmen. Mit 10 Prozent plus hatten Düfte 2016 das stärkste Wachstum, allerdings ist ihr Umsatz mit 5,4 Millionen Euro vergleichsweise gering.

 

Insgesamt entfällt in Apotheken mit fast zwei Dritteln (65 Prozent) der Großteil des Umsatzes im Jahr 2016 auf Arznei- und Gesundheitsmittel. Das restliche Drittel teilt sich in Medizinprodukte (21 Prozent), Kosmetik- und Körperpflege produkte (11 Prozent) und Ernährungsprodukte (2 Prozent) auf. /

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