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Finanzielle Engpässe

Apobank will in Coronavirus-Krise unterstützen

Mitarbeiterausfall, Lieferengpässe, Quarantäneauflagen – die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie sind deutlich zu spüren. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) hat nun angekündigt, ihre Kunden kurzfristig unterstützen zu wollen.
Jennifer Evans
17.03.2020  10:30 Uhr

Die Apobank hat nach eigenen Angaben drei Hauptszenarien identifiziert, aus denen derzeit wirtschaftliche Probleme für Unternehmen im Gesundheitswesen entstehen. Kritisch ist zunächst der Rückgang der Patientenzahlen, insbesondere in Facharzt- oder Zahnarztpraxen. Der Grund dafür ist, dass viele Menschen den Empfehlungen von Bund und Ländern folgen und ihre sozialen Kontakte minimieren. Ärzte hätten also weniger Einnahmen bei gleichbleibenden Vorhaltekosten, heißt es.

Als zweites Szenario nennt die Apobank Lieferengpässe für Produkte des medizinischen Bedarfs, wodurch Einrichtungen im Gesundheitswesen unter Umständen nicht mehr ausreichend mit Material versorgt sind. »Schließungen aufgrund von beispielsweise fehlenden Atemmasken, Desinfektionsmitteln oder Schutzkleidung sind möglich«, heißt es. Quarantäneauflagen oder Erkrankungen sieht die Apobank als das dritte wirtschaftliche Problem. Demnach können Arztpraxen, Apotheken oder Hersteller von Medizintechnik ihren Betrieb momentan womöglich nicht mehr vollständig aufrechterhalten oder müssen diesen sogar schließen.

Sollten sich aus einem dieser Szenarien finanzielle Schwierigkeiten für Kunden ergeben, will die Apobank einspringen: Sie kündigte an, »kurzfristige Optionen bis zu Überbrückungskrediten bei längeren Zeiträumen« anbieten zu wollen. Und auch öffentliche Mittel, wie zum Beispiel einen Kredit der Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) will sie vermitteln, um die Betriebsfähigkeit zu erhalten.

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