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Lieferengpässe

ABDA-Konferenz in Brüssel

Pünktlich zum Start der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hat die ABDA einen Konferenztermin verkündet. Für den 1. Dezember lädt sie Politiker sowie Industrie- und Apothekerverbände nach Brüssel ein, um über die Probleme und Herausforderungen einer sicheren Arzneimittelversorgung in Europa zu diskutieren.
Charlotte Kurz
01.07.2020  11:20 Uhr
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Am heutigen Mittwoch startet die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, die bis Ende des Jahres andauert. Im zugehörigen Programm, das gestern veröffentlicht wurde, steht die sichere Versorgung mit Arzneimitteln in Europa mit auf der Agenda. Passend dazu teilte die ABDA heute den Termin für eine Konferenz zum Thema Lieferschwierigkeiten von Arzneimitteln in Brüssel mit. Letzte Woche hatte die Bundesvereinigung die Konferenz bereits angekündigt.

Am 1. Dezember 2020 möchte die Bundesvereinigung von 9 bis 11 Uhr zusammen mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Mitgliedern der Europäischen Kommission und Vertretern internationaler Apothekerverbände sowie der pharmazeutischen Industrie über die Probleme und Herausforderungen der sicheren Arzneimittelversorgung in Europa diskutieren. Die ABDA kritisiert, dass Lieferengpässe von Medikamenten bereits seit einigen Jahren in Europa zum Alltag gehören. »Die Ursachen dafür sind vielschichtig und liegen unter anderem in den Strukturen der stark globalisierten und spezialisierten Arzneimittelherstellung« heißt es in der Bekanntmachung. Besorgt blickt die Bundesvereinigung auf die weltweite Produktion, für manche Wirkstoffe gebe es derzeit nur wenige Hersteller, dies könne zu gefährlichen Versorgungsengpässen in Europa führen. Insbesondere im Hinblick auf die Coronavirus-Pandemie habe sich diese Situation verschärft und eine neue Diskussion auf EU-Ebene entfacht.

Die Konferenz soll entweder als Präsenzveranstaltung im Europäischen Parlament in Brüssel oder als Online-Veranstaltung stattfinden, dies wird der ABDA zufolge entsprechend der aktuellen Pandemie-Situation noch entschieden.

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