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Sommerwetter: Zecken haben Hochsaison

Mit dem anhaltend freundlichen Sommerwetter wächst das Risiko von Zeckenstichen. Denn je mehr Menschen sich in kurzen Hosen und ärmellosen Shirts in der Natur aufhalten, desto größer ist die Chance der Tiere auf eine Blutmahlzeit. Und damit steigt das Infektionsrisiko, denn die achtbeinigen Spinnentiere können Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen.

 

Die dem Robert-Koch-Institut (RKI) vorliegenden Ansteckungszahlen für die vergangenen Sommerwochen liegen höher als im gleichen Zeitraum 2017. Seit Ende Juni (26. bis 29. Kalenderwoche) wurden dem RKI aus acht Bundesländern 1292 Borreliose-Infektionen gemeldet. 2017 waren es im gleichen Zeitraum 920. Bei FSME gab es seit Ende Juni (26. bis 28. Woche) bundesweit 120 gemeldete Infektionen. 2017 waren es in diesem Zeitraum 89 Meldungen.

 

«Die Zeckensaison hat früher angefangen, aber die Infektionszahlen liegen insgesamt noch im Rahmen des Üblichen», sagt RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Für das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZFI) ist 2018 ein Zeckenjahr. «Wir werden die höchste Zahl an Zecken in den letzten zehn Jahren haben», prognostizierte DZFI-Forscher Gerhard Dobler bereits Ende Juni nach Modell-Berechnungen. (gm)

 

20.07.2018 l dpa/PZ

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