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Ergebnislose Tarifverhandlungen: Adexa enttäuscht

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Die Tarifverhandlungen zwischen der Apothekengewerkschaft Adexa und dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) sind gestern ergebnislos zu Ende gegangen. Beide Seiten hätten sich auch nach mehreren Stunden nicht auf höhere Gehälter und neue Tarifmodelle für Filialleiter sowie Mitarbeiter, die sich in der Fort- und Weiterbildung engagieren, einigen können, teilte die Gewerkschaft am Abend mit. Bereits zuvor hatte der Erste Vorsitzende, Andreas May, der Pharmazeutischen Zeitung gesagt, es sei keine Einigung erzielt worden.

 

«Wir haben gefordert, Tarifgehälter für alle Berufsgruppen zu erhöhen», sagte die Zweite Adexa-Vorsitzende Tanja Kratt. Darauf sei die ADA aber nicht eingegangen. Die Arbeitgeber hätten lediglich eine «Umgruppierung ohne nennenswerte Steigerungen vorgeschlagen». Auch die Extra-Erhöhungen für Filialleiter und fortbildungsaktive Angestellte seien abgelehnt worden. Kratt sagte, die Gewerkschaft sei enttäuscht von der «fehlenden Bereitschaft der Arbeitgeber, Apothekenberufe attraktiver zu gestalten».

 

Der aktuelle Gehaltstarifvertrag war seit Juni 2017 gültig. Die Parteien hatten sich damals in der zweiten Runde auf 2,5 Prozent mehr Gehalt geeinigt. Die diesjährigen Verhandlungen sollen im August fortgesetzt werden. (cd)

 

12.07.2018 l PZ

Foto: Fotolia/teracreonte