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Alzheimer: Teilerfolg für neuen Wirkstoff

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Der humanisierte monoklonale Antikörper BAN2401 hat in einer Phase-II-Studie mit Alzheimer-Patienten im Frühstadium das Fortschreiten der Erkrankung teilweise verlangsamen können. Wie die Hersteller Eisai und Biogen mitteilen, zeigte die Auswertung der Studie 201 nach 18 Monaten, dass der Antikörper in der höchsten getesteten Dosis die Verschlechterung der Patienten auf dem Alzheimer-Score ADCOMS stärker verlangsamte als Placebo. Eine erste Auswertung nach zwölf Monaten im Dezember vergangenen Jahres hatte noch keine statistische Überlegenheit gezeigt, der primäre Endpunkt war zu diesem Zeitpunkt verfehlt worden.

 

Getestet wurde BAN2401 in verschiedenen Dosierungen an insgesamt 856 Personen mit milden kognitiven Einschränkungen (MCI) oder milder Alzheimer-Demenz. Der Antikörper richtet sich selektiv gegen lösliche Amyloid-β-Aggregate und eliminiert sie. Als Wirksamkeitsparameter wurde daher neben dem ADCOMS (Alzheimer’s Disease Composite Score) auch die Amyloid-Last des Gehirns per Positronenemissionstomografie bestimmt. Auch hier zeigte sich, wie beim ADCOMS, ein dosisabhängiger Effekt. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion und Amyloid-abhängige Veränderungen in der Bildgebung (am).

 

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12.07.2018 l PZ

Foto: Fotolia/vege