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Weltblutspende-Tag: Junge Spender gesucht

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Heute ist Weltblutspende-Tag. Die Weltgesundheits­organisation (WHO) stellt den 14. Juni 2018 unter das Motto «Sei für jemand anderen da. Spende Blut. Teile Leben.» Zu diesem Anlass wendet sich die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml gezielt an jüngere Menschen. «Damit die Blutversorgung auch in Zukunft gesichert ist, brauchen wir genügend Blutspender. Daher ist es mir ein großes Anliegen, vor allem jüngere Menschen als Dauerspender zu gewinnen.»

 

Jeder Dritte sei einmal in seinem Leben auf ein Blutprodukt angewiesen, heißt es in einer Pressemeldung des bayerischen Gesundheitsministeriums. Statistisch gesehen werde das meiste Blut zur Behandlung von Krebspatienten benötigt, gefolgt von Erkrankungen des Herzens sowie von Magen und Darm. Huml betont: «Allein in Bayern werden täglich 2000 Blutkonserven benötigt. Eine Konserve mit 500 Millilitern kann bis zu drei Menschenleben retten.» In Bayern gibt es aktuell rund 240.000 aktive Blutspender, die durchschnittlich zwei Mal im Jahr spenden.

 

Blutspenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. bis zum vollendeten 72. Lebensjahr. Ein Erstspender sollte nicht älter als 64 Jahre sein. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb eines Jahres Blut spenden.

 

Die WHO hat den Tag 2004 ins Leben gerufen, um auf die Wichtigkeit von Blutspenden aufmerksam zu machen, als Dank für die vielen Blutspender und als Motivation, ein solcher zu werden. Der 14. Juni ist der Geburtstag des österreichischen Serologen und Pathologen Karl Landsteiner (1868 bis 1943). Dieser entdeckte1901 das Prinzip des AB0-Blutgruppen-Systems und ermöglichte damit erstmals die korrekte Zuordnung von Blut zwischen Spender und Empfänger. 1930 erhielt Landsteiner dafür den Nobelpreis für Medizin. (bmg)

 

14.06.2018 l PZ

Foto: Fotolia/PhotoSG