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Pflege: Ausbildung soll attraktiver werden

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Die Ausbildung für Pflegeberufe soll ab 2020 attraktiver werden, um die große Personalnot zu bekämpfen. Das Bundeskabinett verabschiedete gestern eine Verordnung, die eine noch in der vergangenen Wahlperiode beschlossene Reform umsetzt. «Wir wollen, dass sich möglichst viele für diesen verantwortungs- und anspruchsvollen Beruf entscheiden», sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dazu gehöre die Abschaffung des Schulgeldes, das in einem Mangelberuf nichts zu suchen habe.

 

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte: «Die Ausbildung wird endlich kostenfrei.» Azubis bekämen zudem die Möglichkeit zu einem Abschluss, der automatisch europaweit anerkannt sein werde und Karriereperspektiven eröffne. Die Reform sieht eine gemeinsame Ausbildung von zwei Jahren für alle Azubis vor. Im dritten Jahr können sie dann die allgemeine Ausbildung fortsetzen oder sich auf die Pflege von Kindern oder alten Menschen spezialisieren. Die Auszubildenden müssen künftig kein Schulgeld mehr zahlen, sondern bekommen eine Ausbildungsvergütung. Die Verordnung regelt unter anderem Anforderungen an die Ausbildung und Prüfungen.

 

14.06.2018 l dpa

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