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Notdienstpauschale: Höchster Stand seit Einführung

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Für jeden geleisteten Vollnotdienst im ersten Quartal 2018 erhalten Apotheken 291,78 Euro. Die vom Deutschen Apothekerverband (DAV) ermittelten Zahlen hat die Geschäftsführung des Nacht- und Notdienstfonds (NNF) heute bekannt gegeben. Damit stieg die Pauschale im Vergleich zum Vorquartal (4/2017) von 280,12 Euro um 11, 66 Euro (4,16 Prozent). Das ist nach Angaben des NNF der bisher höchste Stand seit Start des Fonds im Juli 2013.

 

Demnach wurden diesmal 1,41 Prozent mehr Rx-Packungen abgegeben, als im Jahresendquartal 2017. Dieser Anstieg sei überproportional hoch, so NNF-Geschäftsführer Rainer Gurski. Ein weiterer Grund für die höhere Pauschale sei zudem, dass im ersten Quartal 2018 zwei Notdiensttage weniger zu leisten waren, als im Vorquartal.

 

Insgesamt sind in den ersten drei Monaten diesmal 100.553 Vollnotdienste in den Berechnungen berücksichtigt, erbracht von 19.603 Apotheken. Die Auszahlung der Notdienstpauschalen soll laut NNF fristgerecht zum Ende dieses Monats erfolgen.

 

Der mit dem sogenannten Apothekennotdienst-Sicherstellungsgesetz (ANSG) eingeführte Fonds stellt sicher, dass Apotheken neben der vom Patienten zu entrichtenden Notdienstgebühr in Höhe von 2,50 Euro einen pauschalen Zuschuss für ihre Notdienste erhalten. Der vom DAV verwaltete Geldtopf speist sich aus einem Festzuschlag in Höhe von 16 Cent auf jede abgegebene Rx-Packung. (et)

 

14.06.2018 l PZ

Foto: PZ/Alois Müller