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Gehe hält GKV-Positionspapier für unverantwortlich

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Der Pharmagroßhändler Gehe hat das Positionspapier des GKV-Spitzenverbands scharf kritisiert. Die geforderten Einsparungen würden das Unternehmen jährlich mehr als 30 Millionen Euro kosten. Auf dieser Basis lasse sich ein Großhandel nicht betreiben, bemängelte heute Peter Schreiner, Vorsitzender der Gehe-Geschäftsführung. Die Kassen hatten vergangene Woche einstimmig ein Papier beschlossen, in dem sie unter anderem fordern, die Apotheken- und Großhandelsvergütung zu senken. Gehe und der Beirat der Apothekenkooperation Gesund Leben halten dieses Vorhaben für unverantwortlich.

 

Angesichts der guten Finanzlange der Kassen hat der Pharmagroßhändler kein Verständnis für die Forderungen der GKV. Statt bei den Apothekern zu sparen, sollten die Kassen lieber in die Prävention investieren, heißt es in einer Stellungnahme. In diesem Bereich könnten die Apotheker nämlich in Zukunft eine zentrale Rolle einnehmen.

 

Ganz anders als die Kassen plädiert Gehe schon lange für eine höhere Großhandelsvergütung und fordert die Anpassung des Festzuschlags von 70 auf 96 Cent pro Packung sowie die Beibehaltung von 3,15 Prozent auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers. Seit 2012 habe der Pharmagroßhandel aufgrund der Sparmaßnahmen im Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz mit gesunkenen Margen bei gleichzeitig höheren Anforderungen und Kosten zu kämpfen, argumentiert das Unternehmen. (je)

 

13.06.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Imillian